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Alt 03-11-2005, 12:47
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weil fähige Unternehmen eben 2/3 Schritte vorausdenken, müssen sie für die Zukunft handeln. Gewinne oder Verluste sind in der Vergangenheit eingefahren worden, Entlassungen oder Neueinstellungen werden gemacht um die Zukunft vorzubereiten.

Es muss also absolut kein Wiederspruch sein, wenn ein Unternehmen heute einen Gewinn ausweist und gleichentags Entlassungen ankündigt.

Beispiel Deutsche Bank (von der reden wir ja hier). Die haben ihre Gewinne vor allem im Ausland (speziell in UK) generiert. Deswegen haben sie dort ausgebaut und werden weiterhin ausbauen und gleichzeitig bauen sie in Deutschland stellen ab weil die Nachfrage zu gering ist (ganz abgesehen davon das dies wohl alle qualifizierte Mitarbeiter sind die bald schon wieder eine Stelle haben). Das ist für Deutschland zwar kurzfristig nicht schön, aber die Engländer freuen sich. Mittel- und langfristig ist es aber auch für Deutschland gut, weil sie ja in Deutschland Steuern zahlen und ein starkes Unternehmen bleiben. Die Alternative wäre um einiges schlimmer - aber eben, dazu muss man 2/3 Schritte vorausdenken.

Und wieso sind Fonds oder gar Aktienhalter gierig und pervers? Auch Hans Mustermann wird wohl dank seinem Aktiengewinn oder Dividende dieses Geld wieder investieren. Das verstehe ich irgendwie nicht - scheinbar ist das Wort "Erfolg" und "Leistung" in Deutschland schon negativ besetzt. Sehr schade...
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