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Alt 26-09-2003, 15:26
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So, damit wir uns alle erinnern
Hamburger SV: J. Butt (2,5) - Panadic (3), Hoogma (4), Hertzsch (4,5) - N. Kovac (3,5) - Groth, Hollerbach (2) - Cardoso (3,5) - Mahdavikia (1,5), Barbarez (4,5) - Yeboah (2,5) - Trainer: Pagelsdorf

Juventus Turin: van der Sar (3) - Tudor (3), Ferrara (4,5), Iuliano (4,5) - O'Neill (3,5) - Tacchinardi (3), Davids (2,5), Pessotto (3) - Zidane (2) - Inzaghi (1,5), Del Piero (4,5) - Trainer: Ancelotti

Tore: 0:1 Tudor (6., Kopfball, Vorarbeit Del Piero), 1:1 Yeboah (16., Kopfball, Cardoso), 1:2 Inzaghi (36., Rechtsschuss, Zidane), 1:3 Inzaghi (52., Rechtsschuss, Ferrara), 2:3 Mahdavikia (65., Linksschuss, Ketelaer), 3:3 J. Butt (69., Rechtsschuss, Mahdavikia), 4:3 N. Kovac (82., Rechtsschuss, Mahdavikia), 4:4 Inzaghi (88., Rechtsschuss, Inzaghi)

Eingewechselt: 27. Töfting (3) für Groth, 46. Ketelaer (2,5) für Hollerbach, 67. Präger für Cardoso - 59. D. Kovacevic (3) für Del Piero, 59. Birindelli (3,5) für Iuliano, 71. Bachini für O'Neill

Chancenverhältnis: 8:7

Eckenverhältnis: 2:4

Schiedsrichter: Melo Pereira, Vitor (Portugal), Note 3 - Einziger Schönheitsfehler: Iuliano hätte nach dem Foul an Cardoso Rot statt Gelb sehen müssen.

Zuschauer: 48500

Gelbe Karten: O'Neill, Davids, Iuliano, Inzaghi

Spielnote: 1,5

Spieler des Spiels:

Inzaghi, Filippo
Dreifacher Torschütze und ständiger Unruheherd für die Hamburger Hintermannschaft.

Analyse
Personal: Gegenüber der Mannschaft, die zuletzt in Bochum 4:0 gewann, gab es beim HSV einen Neuen. Yeboah kehrte auf die angestammte Mittelstürmer-Position zurück. Barbarez, der ihn zuletzt vertreten hatte, rückte auf die linke Angriffsseite. Für Groth, der wegen einer Rückenprellung ausschied, kam Töfting. Juve- Trainer Ancelotti hatte Mittelfeldspieler Binrindelli draußen gelassen. Conte, Paramatti und Montero fehlten wegen Rot-Sperren.
Taktik: Der HSV wie gewohnt mit drei Spitzen, Turin mit zwei echten Stürmern, die ständig rochierten. Zidane agierte direkt dahinter. Außerdem entwickelten die Außenspieler Pessotto und Tacchinardi Druck. Hamburg kam gefährlich über die linke Seite, wo der starke Hollerbach Akzente setzte und direkt vor dem Tor durch Yeboah, gegen den Bewacher Ferrara nicht nur beim 1:1 das Nachsehen hatte.

Spielverlauf: Kalte Dusche für die Hamburger: Beim zweiten Eckball für die stürmisch angreifenden Turiner durch Del Piero schlief die Abwehr. Verteidiger Tudor, der den eigentlichen Abwehrchef Montero vertrat, konnte ungehindert einköpfen. Doch der HSV zeigte sich keineswegs geschockt und erkämpfte sich eine zeitweilige Überlegenheit. Die Situation, die beim Ausgleich war ähnlich wie beim Turiner Führungstor. Bei Cardosos Freistoß pennte die Juve-Abwehr und Yeboah köpfte freistehend in die linke Torecke. Als Zidane allerdings in der 36. Minute seine Spielkunst aufblitzen ließ und Inzaghi den Traumpass clever verwertete, hatte der Favorit wieder das Heft in der Hand. Beim 1:3 (Stellungsfehler Hertzsch) leistete die schwache HSV-Abwehr Inzaghi Schützenhilfe. Die Hamburger gaben nicht auf. Mahdavikias Anschlusstreffer war erste Belohnung, Butts Elfmetertor gerechter Ausgleich. Kovacs Führungstor schien drei Punkte wert für den HSV, doch der dumme Trikot-Zupfer von Barbarez brachte den gerechten Ausgleich.

Fazit: Gerechtes Unentschieden in einem Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte.


Achja, das war noch geiler Nach 0:3 im Hinspiel....



Bremen: Rost (1) - Baumann (1,5), Cesar (2,5) - Tjikuzu (3), Eilts (2), Trares (3) - Frings (2), Herzog (2) - Ailton (2), Pizarro (3), Bode (2)

Lyon: Coupet (5) - Carteron (4), Bak (3), Brechet (5), S. Blanc (5) - Linares (5), Violeau (4,5), Delmotte (5) - Dhorasoo (4), - Anderson (5), Vairelles (3)

Eingewechselt: 89. Wiedener (-) für Herzog - 62. Uras (-) für S. Blanc, 79. Kanoute (-) für Linares, 84. Malbranque (-) für Brechet - Reservebank: Brasas (Tor), Roembiak, Chanko, Dabrowski, Seidel, Barten - Hugues (Tor), Devaux, Querdi, Vieira

Tore: 1:0 Bode (16., Linksschuss, Vorarbeit Herzog), 2:0 Herzog (39., Foulelfmeter, Brechet an Frings), 3:0 Baumann (54., Linksschuss, Herzog), 4:0 Pizarro (77., Rechtsschuss, Ailton)

Chancen: 7:4

Ecken: 6:5

Schiedsrichter: Ouzounov (Bulgarien - Assistenten: Lekov, Iordanov), Note 3,5, sehr großzügig, umstrittene Entscheidungen (z. B. Ailton abseits vor dem 1:0)

Zuschauer: 9559

Gelbe Karten: Bode, Frings - S. Blanc, Delmotte, Brechet, Linares

Spielnote: 1,5

Spieler des Spiels: Frank Rost - Brillierte mit zwei tollen Reflexen in der Nachspielzeit. Zuvor ein sicherere Rückhalt. Fehlerlos.
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Analyse

Personal: Werder mit drei Änderungen: Wie erwartet wieder Herzog und Cesar dabei, überraschend auch Trares. Dafür fehlten Wicky (Rücken-Probleme) und Maximow (Sprunggelenk-Probleme) sowie Dabrowski (auf der Bank). Gegenüber dem Hinspiel die Franzosen mit einem Wechsel: Für den verletzten Abwehrchef Laville kam Brechet zum Zuge.

Taktik: Schaaf löste die Viererkette auf. Trares erhielt eine Sonderaufgabe gegen Lyons Spielmacher Dhorasoo, der vornehmlich über die rechte Seite kam. Tjikuzu rückte vor ins Mittelfeld. Zentral agierte Eilts als Abfangjäger vor der Innenverteidigung mit Baumann und Cesar, die praktisch ohne Absicherung gegen die Doppelspitze Anderson und Vairelles operierte. Bode ohne Abwehraufgaben, wurde somit zur dritten Spitze. Herzog, auch abgesichert durch Frings, hatte alle Freiheiten für die Offensive. Olympique mit der bewährten Grundordnung: Viererkette, davor drei defensive Mittelfeldleute, davor das Offensiv-Trio. Raumdeckung in allen Bereichen

Spielverlauf: Viel zu passiv spielten die Gäste, bei denen sich das Fehlen des Kapitäns Laville negativ bemerkbar machte. Lücken in der Abwehr, die der gute Pole Bak nicht zu schließen vermochte. Kaum Initiative nach vorn, da Trares zunächst Dhorasoo beherrschte, von den Franzosen nur Vairelles seine Gefährlichkeit andeutete.

Mustergültig spielten die Bremer: aggressives Forechecking, druckvolles Angriffsspiel, dabei sehr risikoreich in der Defensive, doch jederzeit beherrscht und sicher. Zunächst verpassten Ailton und Bode gute Möglichkeiten, dann brach Nationalspieler Bode den Bann. Werder spielte sich nun in einen Rausch: Baumann als Souverän, Eilts als Arbeitsbiene, Herzog als Kreativzentrum, Bode als Rackerer und Ailton als quicklebendiger Unruheherd. Kein Schwachpunkt in einer Elf wie aus einem Guss, die sich auf Rost verlassen konnte.

Fazit: Hochverdienter Bremer Sieg als Lohn für eine disziplinierte und konzentrierte Mannschaftsleistung mit dem Prädikat Extraklasse. Kontrollierte Offensive wie aus dem Bilderbuch gegen einen Gegner, der viel zu defensiv begann und von Werder überrollt wurde.

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Tool on Tour:

06.06.06 Di 20:00 HAMBURG (D) - Alsterdorfer Sporthalle
07.06.06 Mi 20:00 BERLIN (D) - Arena Berlin Treptow
08.06.06 Do 20:00 DÜSSELDORF (D) - Philipshalle

Geändert von DerDude (26-09-2003 um 15:28 Uhr).
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