Na ja, so ist das ja nicht.
Schönbohm ist ja bekannt für seine konservativ extremen Ideen. Er hat aber nicht vorgeschlagen Schulschwänzern Elektronische Fesseln anzulegen, sondern
er will "stark kriminellen Schulschwänzer" damit ausstatten.
Erstmal ist die Erwähnung stark kriminell, in Verbindung mit Schule schwänzen schon ein Ding. Da ja sogar selbst Schönbohm bekannt gibt, dass der Grossteil der Schulschwänzer nicht kriminell ist.
Ausserdem ist es ziemlich daneben mit Fesseln in die Schule geführt zu werden.
Das Ding ist aber, dass die Regelung absolut überflüssig ist.
Es besteht Schulpflicht. Für die Einhaltung der Schulpflicht haben die Eltern zu sorgen.
Die Schule hat die Pflicht der Anwesenheitskontontrolle. Die Polizei soll nicht in den Strassen
auf Schwänzer Jagt gehen. Die Polizei wird von der Schule verständigt und bringt die Kinder dann zum Unterricht.
Die Eltern bekommen eine Bussgeld (6 Monate Freiheitsstrafe oder 180(!) Tagessätze, fragt mal Naos nach dehnen). Wenn es den Eltern nicht kratzt, muss über die Erziehungskompetenz der Eltern nachgedacht werden. Dass kann auch bedeuten, dass die Eltern vielleicht keine Zeit haben sich um die Erziehung zu kümmern. Weil jeder der Eltern zwei Jobs nachgeht um mehrmals in den Urlaub fahren zu können, ein neues Auto zu kaufen oder ein Haus zu bezahlen, oder einfach in der Kneipe oder im Sportstudio abzuhängen. Da ist ein Realitätscheck dringend angebracht.
Die Schule hat keinen Erziehungsauftrag. Den haben die Eltern. Die Steuerzahler brauchen nicht eine Redundanz für bestehende Regelungen aufkommen, wenn diese keinen gesellschaftlichen oder wenigstens einen finanziellen Vorteil bietet.
Geändert von PlayFair (21-10-2003 um 18:23 Uhr).
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