Ich habe zu dem ganzen thema einen interessanten artikel gefunden:
Das Gesicht des Unterlegenen als Trophäe
Die Bilder des gefangen genommenen Saddam Hussein sagen mehr, als sie zeigen. Sie stehen in einer langen Tradition der Demütigung des Verlierers.
Von Lucas Burkart*
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer um den Globus: Amerikanische Truppen hatten Saddam Hussein gefasst. Mit einer Pistole, zwei Kalaschnikows und 750 000 Dollar sass der ehemalige irakische Machthaber bei Tikrit zwei Meter tief unter der Erde und hoffte, sich so dem Zugriff der Amerikaner zu entziehen - seit mehreren Monaten, wie es scheint.
Zeitgleich mit dieser Nachricht erreichten die Welt aber auch Bilder - und was für welche! Wir alle kennen sie mittlerweile zur Genüge. Doch was sind das eigentlich für Bilder, welche Geschichte erzählen sie uns, oder besser, was für eine Geschichte sollen wir darin eigentlich sehen? Und weshalb funktioniert das überhaupt?
Drei Bilder beherrschen die Szene, und alle zeigen von Saddam Hussein nur das Gesicht.
(geht noch weiter)
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