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Alt 26-02-2004, 10:26
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Churchill Churchill ist offline
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Erst einmal zur Sache selbst. Es ist doch eindeutig, daß hier die 39-jährige Frau sich und ihr Auto für nichtoffizielle Fahrstunden zur Verfügung gestellt hat. Nach dem Motto: itzt fahrn mir amoi im Pfaffenwinkel uminand, do ist nit soviel Vokehr fei!
Warum sollte sie sonst daneben sitzen? Sonst hätte sie ja auch selbst fahren können. Komisch, daß diesen offensichtlichen Schluß noch keiner gezogen hat!

Dazu zwei Kommentare: als ich Führerschein machte, sagte mein Vater eines Abends zu mir: so, jetzt fährst du! Ich wollte durchaus nicht, aber mein Vater sagte, wenn die Polizei uns anhält, klär ich das mit denen. Er wollte unbedingt sehen, wie gut ich fahre. Nunja, ich hab's dann gemacht. Ohne den Wagen an die nächste Laterne zu setzen, übrigens.
Und der zweite: in England ist es Usus, daß die Leute von erfahrenen Fahrern Unterricht bekommen. Man bekommt so einen vorläufigen Schein ad usus delphini und dann darf man drei Monate lernen. Fahrschulen gibt es so gut wie keine, denn das darf ja jeder. Und dann macht man irgendeine nominelle Prüfung und hat den Führerschein. Also: was hier verboten ist, ist woanders die Norm. Also kann es so schlimm nicht gewesen sein, was er gemacht hat.

Und nun dazu, daß hier soviele Leute Interesse daran haben und Kübelböck entweder Tod oder Heil wünschen: das beweist nur, daß er eine gewisse FALLHÖHE hat. (Noch hat, denn er könnte ja noch weit tiefer fallen!) Ein normaler Achtzehnjähriger hat noch keinen Ruhm und kein Geld erworben und hat daher keine Fallhöhe für die Öffentlichkeit. Kübelböck hat sie.
Zu Kübelböck passen die Worte des Chores aus König Ödipus:

O, ihr Bürger meiner Heimat,
Sehet, das ist Ödipus,
Der das schwere Rätsel löste,
Der so stolz und mächtig war,
Dessen Glück wir alle priesen,
Priesen und beneideten!
Seht, wie hat des Unheils Woge
Diesen Mann hinweggespült!
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