Die Herkunft einer Bombe kann man vertuschen. Die Herkunft einer Kugel nicht. Auch stiftet eine Explosion einer Bombe mehr Verwirrung und zieht weitere mit in den Tot, die hohe Ämter inne haben. Es nutzen auch 5 Kugeln nichts, die von der kugelsicheren Weste aufgefangen worden wären und Hitler höchstens ein paar Rippen gebrochen hätten. Ins Gesicht schiessen ist für jene, die ein Attentat auf eine Person mit einem hohen Amt vorhaben mehr als töricht. Man muss nach dem Attentat auch den allerdümmsten im Lande mittels eindeutiger Bilder beweisen können, dass der Tote dort eben die besagte Person X ist, die man umbringen wollte. Es nutzt nichts, wenn man mit einem Attentat den Gegnern eine Möglichkeit schafft einen Mythos aufzubauen, dass der besagte Tote quicklebendig in deren Obhut sei und unter ärtztlicher Betreueung stehe und schon erste Befehle unterzeichnen würde. Das nutzt in einer Diktaktur rein garnichts.
Was man braucht ist eine endgültige Tat und mit der Tat verbunden Zeit, um ungehindert aggieren zu können. Dies schafft nur eine Bombenexplosion. Die Bombe bringt die Tat und unter den Gegnern die notwendige Verwirrung und damit Lähmung. Dies hat sich ja auch bestätigt in Berlin, bis eben ein einfaches Telefonat Göbbels mit Hitler die Lage zum Kippen brachte.
Aber die grösste Unbekannte bei dieser gesamten Rechnung war natürlich das Volk. 11 Jahre Terrorherrschaft der Nazis haben ihre Spuren hinterlassen. Schritt für Schritt wurden denen immer mehr Rechte geraubt, jegliches Selbstbewusstsein ausgelöscht, jeglicher eigener Wille ausgemerzt, jeder kleinste Gedanke an Widerstand verurteilt. Dies schafften nur 5 - 10% Nazis gemessen an der Bevölkerung. Wenn man schon fragt warum es keinen erfolgreichen Anschlag auf Hitler gab oder warum so viele Angst hatten und unentschlossen waren obwohl sie wussten, dass der Anschlag richtig wäre, muss man schon vorher die Frage klären, wie es geschehen konnte, dass ein Millionenvolk sich von einer Minderheit derart in eine Tyrranei drängen liess.
Ich glaub die Amerikaner denken bei dem Datum 20.7. eher an ihre erste bemannte Mondlandung statt an europäische Geschichte.
Junker