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Die neuen FIA-Vorschläge zur Formel 1 im Detail
Das Reglement für die Saison 2006 ist bereits vorgegeben, doch erneut wusste die FIA zu überraschen. In einer E-Mail an die Formel-1-Teams präsentierte der Motorsportweltverband weitere Änderungen am Sportlichen Reglement, die schon in der Saison 2006 ihre Premiere geben sollen - unseren Kollegen von 'Autosport-Atlas' liegt das entsprechende Dokument vor. Die neuen Anregungen waren somit bereits beim Treffen der Teamchefs am Samstagabend in Suzuka ein Hauptthema.
Um die Grand-Prix-Wochenenden aufregender zu gestalten, wurde ein ganzer Maßnahmenkatalog vorgeschlagen, der schon am 24. Oktober beim Treffen der Formel-1-Komission verabschiedet werden soll. Sollten alle Punkte wie von der FIA gewünscht durchgesetzt werden, so würden sich zahlreiche Änderungen im Laufe eines Rennwochenendes ergeben. Während die Freien Trainings am Freitag unverändert bleiben, soll am Samstagvormittag nur noch ein einziges Training über 60 Minuten stattfinden. Das Einzelzeitfahren am Nachmittag soll dann jenem Qualifying weichen, welches seit einigen Wochen im Raum schwebt. In insgesamt drei Sitzungen soll die Pole Position ausgefahren werden, nach jeweils zweimal 15 Minuten werden die fünf langsamsten Autos vom weiteren Fahren ausgeschlossen. Neue Tankregeln für das Qualifying Während dieses System schon länger bekannt ist, hat sich die FIA auch Gedanken über das Einhalten der Parc-Fermé-Bestimmungen gemacht: So dürfen die Autos, die in den ersten beiden Durchgängen ausgeschieden sind, bis zum Öffnen der Boxengasse für das Rennen beliebig tanken. Die zehn Autos, die im letzten Qualifyingteil um die Pole Position fahren, müssen sich jedoch vor diesen letzten 20 Minuten entscheiden, mit welcher Benzinladung sie das Rennen beginnen wollen und die Autos entsprechend betanken. Verbrauchter Sprit darf vor dem Rennstart wieder nachgefüllt werden, was die FIA mittels einer Gewichtsprüfung überprüfen möchte. Damit das neue Qualifyingsystem wirklich funktioniert, soll auch die Verwendung der Reifen wieder freigegeben werden. Jeder Fahrer soll für das gesamte Wochenende sieben Sätze an Trockenreifen bekommen, die er frei verwenden darf, solange der verwendete Reifentyp im Qualifying und Rennen identisch ist. Auch Reifenwechsel sollen wieder erlaubt sein, wenn auch mit einem Handicap. Reifenwechsel ja, Reifenwärmer nein Bei einem Boxenstopp sollen nur maximal 14 Mechaniker am Auto arbeiten dürfen. Dabei darf bei einem Reifenwechsel je Reifen nur ein Mechaniker eingesetzt werden. Hintergrund dieses Vorschlages sind zwei weitere Anregungen: Ersatzautos sollen nicht mehr erlaubt sein, nur noch Chassis und nötige Teile, um ein weiteres Auto bei Bedarf aufzubauen. Ebenso soll es den sechs schwächsten Teams des Vorjahres nicht mehr erlaubt sein, am Freitag ein drittes Auto einzusetzen. Damit würden die Teams weniger Personal benötigen, was sich auch bei den Boxenstopps niederschlagen soll. Sollte bei einem Boxenstopp ein Reifenwechsel durchgeführt worden sein, so müsste der Fahrer unmittelbar danach vorsichtiger fahren, denn die Reifen würden dann kalt sein. Die FIA würde ab dem kommenden Jahr die Reifenwärmer gern verbieten. Ein letzter Vorschlag betrifft die Fahrerparade, die zeitlich näher am Rennen platziert werden soll. So sollen die Piloten etwas früher ihre Autos in die Startaufstellung fahren und direkt im Anschluss die Fahrerparade in Angriff nehmen. Die FIA plant offenbar fest, diese Vorschläge am 24. Oktober in London zu diskutieren. Die Reaktionen der Teamchefs in Suzuka hielten sich bisher in Grenzen, wohl auch - wie vermutet wird -, da noch nicht alle Verantwortlichen der Teams die Zeit fanden, die Vorschläge der FIA genau zu studieren.
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TARJA, WE L0VE YOU 4EvER!
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#2
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Nicht schlecht, paar Regeln wird den Teams wohl nicht gefallen, zB. das mit den Reifenwärmer, das ist mal wieder so eine Sicherheitsfrage...
Das Qualifying hört sich ja schonmal besser an, als wie momentan das aktuelle Qualifying. Mit einer bestimmten Anzahl von Mechaniker beim Boxenstopp wäre bestimmt spannend, dann würden die Boxenstopp auch mehr Fehler mit sich bringen, was das Rennen wieder im Endeffekt spannnender macht ![]() Mal gespannt wie sich das mit den Regeln entwickelt, da ich denke, das das nicht alle Regeln für 2006 sein werden..
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#3
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Die Fahrervertreter wurden wohl erstmals in die Gespräche mit eingebunden, was als sehr positiv bewertet wurde.
Was aber wieder ein fragwürdiges Thema ist, das sind die Reifenwärmer. Ich kann mir nicht vorstellen, das auch nur ein Fahrer nach einem Reifenwechsel eine "gemütliche" Aufwärmrunde hinlegen wird. Da wird wieder volles Risiko gefahren, wenn es um wichtige Punkte geht. |
#4
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Joa das seh ich auch so. Naja, ich würde sagen, die Regeln kommen Schumi doch wieder entgegen
![]() ![]() MFG DanI
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![]() Member der GSG9 seit 17.07.2003 Leader der AoSaG seit 29.03.2004 |