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Umfrageergebnis anzeigen: Meint ihr, man sollte die Türkei aufnehmen?
Ja, die Zeit ist reif! 13 15,12%
Nein, die Türkei ist noch nicht reif genug 66 76,74%
Ich bin mir nicht sicher... 7 8,14%
Teilnehmer: 86. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 26-12-2005, 12:59
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oh je Magicq99, dann scheint ja die Politik der EU praktisch identisch zu sein mit dem Wahlkampf der PDS oder früher einer kommunisitschen Partei. Alles Geld kommt zuerst mal in einen grossen Topf (der natürlich vor allem von den Reichen gestopft wird) und danch wird das ganze im Giesskannenprinzip wieder verteilt. Da wird wieder viel Geld nutzlos versickern, und was noch schlimmer ist, Leistung lohnt sich ja im Prinzip gar nicht. Da bin ich doch lieber in einem armen Land wo ich Geld kriege und mache mir ein schönes Leben, die andern bezahlen ja.

Aber nochmal meine Frage: Dass die Türkei in die EU will leuchtet mir ja irgendwo ein - aber wieso will die EU unbedingt die Türkei? Mir kommt es schlicht so vor, als wolle die EU einfach mehr Territorium und hat somit das Gefühl, mehr Macht zu haben. Aber irgendwie sind diese Gedanken von gestern - genauso wie der Kommunismus. Grösse hat nicht unbedingt was mit Macht zu tun. Die Ziele der EU sollten anstatt Land besser eine grössere Flexibilität und weniger Bürokratie sein - dann hätten sie es auch irgendwann mit den Finanzen im Griff.

PS: Wegen Ausländern in der Schweiz wurde vieles richtig gesagt. Was auch ganz interessant ist, dass Ausländer die sogenannte Quellensteuer bezahlen müssen, d.h. dass jeden Monat von ihrem Lohn die Steuern gleich abgezogen werden. Wir als Schweizer haben immer 1 Jahr Zeit dies zu tun - natürlich dann auch flexibler und günstiger
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  #2  
Alt 26-12-2005, 17:01
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Zitat:
Zitat von raptorsf
oh je Magicq99, dann scheint ja die Politik der EU praktisch identisch zu sein mit dem Wahlkampf der PDS oder früher einer kommunisitschen Partei. Alles Geld kommt zuerst mal in einen grossen Topf (der natürlich vor allem von den Reichen gestopft wird) und danch wird das ganze im Giesskannenprinzip wieder verteilt. Da wird wieder viel Geld nutzlos versickern, und was noch schlimmer ist, Leistung lohnt sich ja im Prinzip gar nicht. Da bin ich doch lieber in einem armen Land wo ich Geld kriege und mache mir ein schönes Leben, die andern bezahlen ja.
Ganz so einfach ist es nicht. Es gibt den Unterschied, dass es dabei nicht um das GESAMTE Geld geht, sondern nur um das Budget der EU selbst. Da die reichen Länder logischerweise über mehr Geld verfügen als die ärmeren, stammt auch der größte Teil des EU Budgets eben von diesen. Deswegen profitieren auch die reichen Länder unterm Strich weniger von der EU als die ärmeren, da diese weniger einzahlen.

Es geht bei der EU auch nicht darum wer wieviel profitiert, sondern darum Dinge zu realisieren die die einzelnen Nationen aus sich alleine heraus nicht umsetzen könnten. Ginge es nur darum, wieder genauso viel Leistung aus der EU zu erhalten wie man auch einbezahlt, dann bräuchte man die EU erst garnicht, denn es könnte jeder seinen Beitrag gleich in sich selbst investieren.

Bestimmte Dinge kann eine einzelne Nation aus sich heraus aber nicht erreichen. Die deutsche Wirtschaft profitiert z.B. vom Export. Deutschland selbst hat aus sicher heraus aber keinen Einfluss auf die Wirtschaft der Länder, die deutsche Produkte importieren. Deutschland hängt also immer davon ab, wieviele tatsächlich exportiert wird. Wenn die Importländer den Bach runtergehen, macht sich das auch in Deutschland bemerkbar. Unsere Wirtschaft bringt ja nichts wenn nichts exportiert wird. Über die EU gibt es aber nun die Möglichkeit diese Länder zu fördern, was z.B. wiederum zu stärkerem Handel führt. Am Ende profitiert dann jeder davon, weil eben die gesamte Wirtschaft schneller wächst, als es jede einzelne aus sich heraus tun würde.

Aber ich habe dieses System nicht erfunden, daher weiss ich nicht ob es auch wirklich funktioniert, das muss die Zeit uns zeigen. Aber was wäre eine bessere Alternative um die Probleme unserer Zeit zu lösen? Ich kenne keine, von daher sollte man der EU eine Chance geben. Ich befürchte nur, dass die EU inzwischen schon zu groß geworden ist und zu viele ärmere Mitgliedsstaaten beherbergt und außerdem überreguliert ist.
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  #3  
Alt 26-12-2005, 18:06
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mit der Logik könnte ich einem "Kunden" 100 Euro geben damit er diese dann wieder bei meinem Geschäft ausgibt und ich kann dann behaupten, ich hätte 100 Euro Umsatz oder gar Gewinn gemacht die ich sonst nicht gemacht hätte?

Natürlich eine stark vereinfachte Darstellung, aber im Prinzip so richtig. Nur bringt sowas 0 % Wirtschaftswachstum - die ganze Bürokratie und sonstigen Aufwand gar noch nicht gerechnet.

Ich denke kulturell oder auch in Sicherheitsfragen kann die EU sicherlich Gutes tun, aber wirtschaftlich habe ich da so meine Zweifel.

Oder habt ihr echt das Gefühl das die Leute in Brüssel mehr Ahnung haben von italienischen Tomaten oder bayerischen Weisswürsten als die jeweiligen Länder?
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  #4  
Alt 26-12-2005, 18:26
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Zitat:
Zitat von raptorsf
mit der Logik könnte ich einem "Kunden" 100 Euro geben damit er diese dann wieder bei meinem Geschäft ausgibt und ich kann dann behaupten, ich hätte 100 Euro Umsatz oder gar Gewinn gemacht die ich sonst nicht gemacht hätte?
So funktioniert das ja auch nicht. Aber wenn Du 100 Euro in irgendwas investierst, dass dem "Kunden" dann hilft selbst mehr Geld zu verdienen, dann kann er von diesem Geld Deine Produkte kaufen, die er sich sonst nicht leisten könnte. Es ist ja nicht so, dass das EU Geld in den Ländern direkt unterm Volk verteilt wird. Die Mitgliedsländern erhalten Unterstützung durch Leistungen wie z.B. Substitutionen.

Du kannst die 100 Euro auch behalten. Dann hast Du zwar zunächst 100 Euro mehr in der Tasche, verkaufst aber kein Produkt, da es sich der Kunde nicht leisten kann.

Aber wie gesagt, ich hab mir dieses System nicht ausgedacht und ich weiss auch nicht ob es funktioniert. Aber zumindest habe ich es so verstanden, dass es so funktionieren soll. Ob es das wirklich tut wird sich zeigen müssen.

Die Probleme, die Deutschland zur Zeit hat, sind aber in erster Linie hausgemacht. Die EU ändert daran vermutlich nichts, aber die Exporte aus Deutschland sind z.B. in den letzten 5 Jahren um 50% gestiegen (laut Wikipedia), was mit Sicherheit auch dem stärkeren Handel durch die EU zu verdanken ist.
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Geändert von Magicq99 (26-12-2005 um 18:29 Uhr).
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  #5  
Alt 26-12-2005, 19:23
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Zitat von Magicq99
So funktioniert das ja auch nicht. Aber wenn Du 100 Euro in irgendwas investierst, dass dem "Kunden" dann hilft selbst mehr Geld zu verdienen, dann kann er von diesem Geld Deine Produkte kaufen, die er sich sonst nicht leisten könnte. Es ist ja nicht so, dass das EU Geld in den Ländern direkt unterm Volk verteilt wird. Die Mitgliedsländern erhalten Unterstützung durch Leistungen wie z.B. Substitutionen.

Du kannst die 100 Euro auch behalten. Dann hast Du zwar zunächst 100 Euro mehr in der Tasche, verkaufst aber kein Produkt, da es sich der Kunde nicht leisten kann.

Aber wie gesagt, ich hab mir dieses System nicht ausgedacht und ich weiss auch nicht ob es funktioniert. Aber zumindest habe ich es so verstanden, dass es so funktionieren soll. Ob es das wirklich tut wird sich zeigen müssen.

Die Probleme, die Deutschland zur Zeit hat, sind aber in erster Linie hausgemacht. Die EU ändert daran vermutlich nichts, aber die Exporte aus Deutschland sind z.B. in den letzten 5 Jahren um 50% gestiegen (laut Wikipedia), was mit Sicherheit auch dem stärkeren Handel durch die EU zu verdanken ist.

besser kann man es nicht erklären.

um das bsp EU tauglich zu machen:

der franz bauer erhält EU unterschützung. durch das geld kann er sich eine neue verarbeitungsanlage kaufen. diese anglage kauft er bei einem deutschen unternehmen. dadurch produziert er evntuell mehr- verdient mehr und die franz regierung nimmt mehr geld ein

als folge dessen kauft die regierung was weiß ich vll neue einrichtungen für ihre schulen von deutschen firmen...

ps: das ist nur ein bsp



das alles wird ein kreislauf


@progamer: das ganze hat überhauptnichts mit kommunismus zu tun. das system ist ung so augebaut wie der solipakt für die neuen bundesländer.
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coming soon



Das hast du toll gemacht, dafür bekommst du einen Stern!

Geändert von ElDono0 (26-12-2005 um 19:27 Uhr).
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  #6  
Alt 26-12-2005, 20:02
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alles schwachsinn. man kann doch kein geld irgentwohin solidarisieren, das man gar nicht hat! wäre der westen jetzt wer weiß wie reich, wäre das ok. genauso wenn deutschland es wäre. aber es geht doch hier erstmal darum, dass man selber was hat! und es dann verteilen kann!
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  #7  
Alt 27-12-2005, 11:45
Simsenetti Simsenetti ist offline
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Zitat:
Zitat von haudegeen
aber sollte es doch soweit kommen dann sollen sie es wenigstens so handhaben wie in der schweiz mit "landesgeschichte,sprache usw.." ...und vorallem muss man in der schweiz als ausländer jedes jahr vorweisen wo und wie lang man gearbeitet hat damit man ein weiteres jahr bleiben darf,wenn nicht dann darfst heimfahren.wieso geht sowas bei uns nicht ?
weil in der europäischen union freie abreitsplatzwahl gilt

Zitat:
Zitat von raptorsf
Da bin ich doch lieber in einem armen Land wo ich Geld kriege und mache mir ein schönes Leben, die andern bezahlen ja.
ich denke die sudanische regierung wird dich nicht daran hindern in ihr land einzureißen.
wirklich schade das du dann der diskussion fern bleiben musst.
Zitat:
Zitat von raptorsf
Aber nochmal meine Frage: Dass die Türkei in die EU will leuchtet mir ja irgendwo ein - aber wieso will die EU unbedingt die Türkei? Mir kommt es schlicht so vor, als wolle die EU einfach mehr Territorium und hat somit das Gefühl, mehr Macht zu haben. Aber irgendwie sind diese Gedanken von gestern - genauso wie der Kommunismus. Grösse hat nicht unbedingt was mit Macht zu tun. Die Ziele der EU sollten anstatt Land besser eine grössere Flexibilität und weniger Bürokratie sein - dann hätten sie es auch irgendwann mit den Finanzen im Griff.
Du siehst die EU immer noch engstirnig als pures Wirtschaftsbündnis, und das ist einfach rückständig.
Wenn die Türkei in die EU aufgenommen wird ist das ein enormes zeichen für die muslimische Welt und wird zu weitere Verständigung beitragen.
Man kann sich natürlich aber auch auch in seinem Land einsperren und von den Kriegen und Menschenrechtsverletzungen der Anderen profitieren.
Zitat:
Zitat von haudegeen
Was auch ganz interessant ist, dass Ausländer die sogenannte Quellensteuer bezahlen müssen, d.h. dass jeden Monat von ihrem Lohn die Steuern gleich abgezogen werden. Wir als Schweizer haben immer 1 Jahr Zeit dies zu tun - natürlich dann auch flexibler und günstiger
Jeder Mensch ist gleich
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