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#1
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nettesau:
Bevor du über die Schweiz herziehst (um es überspitzt zu sagen), solltest du sie erst kennen, denn du sagtest, dass du nicht unser System kritisierst, sondern unsere "Neutralität". Ich merke daher, dass du keine Ahnung von unserem System hast (bzw wie es heute praktiziert oder eben nicht praktiziert wird). Nur die rechten Parteien in der Schweiz meinen ernsthaft, es gäbe die Neutralität noch. Was macht zum Beispiel unsere Aussenministerin (Mitglied des Bundesrats)? - initiiert den Menschenrechtsrat - kritisiert Israel - will Frieden in Afghanistan, Irak, Darfur (Sudan), Israel/Palästina Was macht der Justizminister? - schürt Hass gegen Muslime und Asylbewerber - hasst die EU, verhandelt aber mit ihr (Verträge, die er annehmen muss, damit nicht alles platzt: wir müssen 1 Mrd zahlen) - glaubt an die Neutralität und an das Bankgeheimnis Wobei das Bankgeheimnis in Luxemburg auch existiert. Sonderbehandlung durch die EU. Nun zur EU selbst: Ich schliesse mich surfer und raptorsf an; die EU ist gut, aber ihre Entwicklung nicht. Für eine feste EU braucht es mehr Demokratie und eine gemeinsame Basis, die Verfassung. (als rechtliche Grundlage) Solange die neuen Länder diese nur "per-excüsi" (schnellbleiche, nicht sehr ernsthafaft) behandeln, sind sie nicht besser als die Sowjetunion.
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Offizieller Groupie der "Schnitzelfresser" |
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#2
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Natürlich besitzt auch die Schweiz eine Meinung zu internationalen Themen, dies macht sie aber doch nicht weniger Neutral.
Das die EU eine Verfassung braucht ist klar und ja auch das erklärte Ziel. Evt. würde ein Beitritt der Schweiz diese Entwicklung sogar noch beschleunigen. Aber deiner Meinung nach sollte die Schweiz erst der EU beitreten wenn die "Betten gemacht" sind, oder wie? |
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#3
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Würde das dann nicht genau der Mentalität entsprechen (Land kommt in die EU um ordentlich abzusahnen), die hier Bulgarien, Rumänien und all den anderen Anwärtern unterstellt wird?
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Im Zweifelsfall gilt immer, was ich gemeint, nie was ich gesagt oder geschrieben habe. Oder umgekehrt. - Weitere Interpretationen vorbehalten. ![]() ![]() Bundesligatippspiel![]() ![]() Championsleague-Tippspiel![]() ![]() ![]() |
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#4
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Nur haben Bulgarien und Rumänien sicher nicht die Wahl.
Edit um #33 zu kommentieren: Das die großen das sagen haben bezweifel ich, aber was meinst du mit "entweder jetzt"? Gibts es aktuell ernsthafte Beschrebungen für einen EU-Beitritt? Geändert von nettesau (03-10-2006 um 16:48 Uhr). |
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#5
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Sicher schon lange. Seit 1992 liegt das Gesuch in Brüssel. Wurde dann aber auf Eis gelegt. Da eigentlich illegal -> ohne vorgängige Volksabstimmung -> Verfassungsbruch.
Nun aber nach nem hin und her und den immer neuen und noch ärmern Ländern ist ein Beitritt und praktisch vom Tisch. Was auch verständlich ist. Nur zahlen und kaum mehr Mitreden als jetzt? Ne danke Als Bulgarierer wär ich natürlich für einen Betritt. Das Land erhält ja viel Geld. Die ganze EU wird immer merkwürdiger, siehe jetzt die entscheide und Anzeigen gengen die Firma Microsoft. Nur weil jetzt MS ne Schrifterkennung mit Vista ausliefert ist das doch noch lange kein verstoss... Für die EU Richter aber wohl schon. |
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#6
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Zitat:
@Zora Ich weiss nicht, auf was du anspielst, aber die Schweiz zahlt schon jetzt mindestens eine Millarde Euro jährlich an die EU, als Mitglied wären 3 mrd. Euro fällig. (plus Zahlungen an die neuen Länder)
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Offizieller Groupie der "Schnitzelfresser" Geändert von saemikneu (03-10-2006 um 21:08 Uhr). |
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#7
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Zitat:
Aber wäre es für euch dann nicht viel günstiger, wenn ihr Mitglied der EU wärt? Wenn ihr dann nur 3 Mio statt 1 Mrd. zahlen müsstet? Keine Ahnung, hab mich ehrlich nie mit dem Thema Schweiz-Beitritt zur EU beschäftigt. Eigentlich mag ich die Schweizer ja, fühl dich nicht gleich auf den virtuellen Schlips getreten. Ihr wärt mir auf alle Fälle lieber als Bulgarien oder Rumänien. Aber hab ich die Auswahl?
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#8
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Zitat:
Und, soweit ich weiß, könnte sie wegen den gesetzten in der EU ihr Bankgeheimnis (oder wie das heist) nicht mehr einhalten. Und Auserdem ist die schweiz mitgliedin der EFTA mit Schweden und Island. Und num zum topic: Wenns sein muss, wir können ja sowieso nicht mitbestimmen... Denn gehen sowieso Millionen von Geldern von uns in die Länder. Genauso, wie immernoch gelder zum Aufbau Ost (gemeint ostdeutschland) gehen, was eigentlich nichtmehr nötig ist.
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![]() vom 20.3.2006 - 20.3.2011 in der Zivilisation 21 |
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#9
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Die Schweiz als solches gibts es doch gar nicht ;-)
Viele Schweizer (mittlerweile die grosse Mehrheit) wollen seit einigen Monaten / Jahren nicht mehr in die EU. Bankgeheimnis? Naja bei Luxenbrug gehts ja auch. EU Bürger wehrt euch. Erzwingt euch mehr Mitspracherecht! So wären viele auch mehr Politik interssiert. Und würden sich nicht so ohnmächtig fühlen. Ich hör hier so viel "man kann ja nichts tun..." "die in brüssel haben eh das sagen...". In der Schweiz sind schon recht viele junge politisch aktiv, oder zumindest interessiert. Würde sagen dank der direkten Demokratie. |
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#10
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Die Befürchtung in der Schweiz das die Schwarzgeldkonten verschwinden muss ja ziemlich hoch sein.
Das nicht jedes Land das gleiche Mitspracherecht hat ist doch verständlich. Ich glaub sogar das Deutschland, gemessen an den Einwohnern, auf ziemlich viele Stimmen verzichtet hat. Den Spruch "die in brüssel haben eh das sagen" hab ich aber wirklich noch nie gehört, ich würd sogar eher sagen das die noch viel zu wenig zu sagen haben. Das die Schweiz mit ihrem System der Problematik der "Politikverdrossenheit" entgegensteuert hab ich so noch nicht gehört. Wie hoch war denn die Wahlbeteiligung bei der letzten "Bundestagswahl"? |
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#11
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Ich will nicht, aber ich tu's:
Zitat:
Zitat:
Ob Liechtenstein in der EU ist, weiss ich nicht. Die anderen sind es nicht. @nettesau Zitat:
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Es ist wahr, das die wenigstens abstimmen (nicht wählen!). Die letzte Abstimmung (bzw 3) hatte einen Anteil von 48%, die höchste 1993 beim EWR (die leider abgelehnt wurde). Und zu den Wahlen: Die sind Nebensache, da Leute (die Zweitplatzierten) nachrutschen können. Bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen gehen mehr Leute an die Urne als bei Abstimmungen. Traurig.
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Offizieller Groupie der "Schnitzelfresser" |
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#12
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je besser es den Bewohnern geht, je fauler und bequemer werden sie. Als Resultat ist dann die Wahl- und Stimmbeteiligung entsprechend tief. (ähnliches Phänomen gibts auch bei den Kirchen - aber sobald ne Katastrophe passiert rennen sie alle wieder hin
)Aber bei diesem Thread gehts ja wirklich nicht um die Schweiz/EU sondern um Rumänien und Bulgarien. Also bitte schön ontopic bleiben hier ![]() |