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#1
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Steuerfreiheit, Jagdrecht usw.? Nein, glaub ich nicht. Die Privilegien des Adels wurden nicht von Hitler abgeschafft, das wurden sie schon früher. Und würdest du dafür dein Leben riskieren?
Mein Vater meinte mal, dass die Attentäter Stümper waren, da das Attentat ja missglückt ist. Was meine Meinung betrifft, ist jedoch allein die Tatsache, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzten und es wenigstens versuchten ihnen hoch anzurechnen (man bedenke die damaligen Umstände, und dass die meisten Leute an so eine Aktion nicht einmal im Traum gedacht hätten, was ihnen ja auch nicht zu verdenken ist). Ob man sie nun als Helden verehren sollte, kann ich schlecht beurteilen. Was meinst du denn dazu, Churchill?
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Das einzige, was Bewegung schafft Kann sich an nichts erinnern КНильс-на-Дону Geändert von CNils (21-07-2004 um 07:41 Uhr). |
#2
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![]() Churchill, was willst du? Und wenn du was willst, warum gibst du nicht erstmal? Zum Beispiel genauere Informationen über das Thema, über das du etwas willst? Meine Spontane Antwort in direkter Korrelation zu deiner Frage wäre: Ich halte ihn datumsmäßig für Täglich, wettertechnisch eventuell ein wenig sommerlich, aber auf jedenfall für lange her! Jetzt hoffe ich nur, dass er sich jetzt nicht allzu beleidigt fühlt, wenn er das hier liest, hatte nur leider noch keine Gelegenheit mehr, ihn näher kennenzulernen (was nicht zuletzt auf den Umstand meiner Geburt zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt zurückzuführen ist). PS: Wäre ich Mod hier, wäre dieser Thread direkt als unnötig closed ![]()
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Danke Junker: Zitat:
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#3
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Die Ziele der Attentäter in allen Ehren aber die Durchführung war eine reine Katastrophe. Sie haben zwar alle vom Opfertod gesprochen aber umgesetzt wurde er nicht. Warum deponiert Stauffenberg die Tasche unter einem Tisch, anstatt sie bei sich zu behalten und sich möglichst nahe zu Hitler zu stellen? Warum überhaupt so kompliziert? Warum schmuggelt er nicht eine Granate in die Wolfsschanze, stellt sich neben Hitler und zieht den Stift? Und warum muss das überhaupt ein Krüppel machen? Die Erfolgsaussichten wären bei zwei funktionierenden Armen höher. Man hätte die Ziele schlichter fassen müssen. Primär muss Hitler ausgeschaltet werden, der Rest ist Beiwerk. Selbst wenn danach Himmler den Terror fortgeführt hätte, so hätte der Verlust des Führers (nach dem Verlust des Führers ist man bekanntlich führerlos)zumindest kurzweilig den Staat schwer erschüttert und so machnes bewegen können.
Wie gesagt, das Ziel in allen Ehren aber die Durchführung war zu kompliziert. Der Tag selbst bedeutet nicht sehr viel. Schließlich gab es den Widerstand ja nicht nur an diesem einen Tag. Er ist eben das Symbol für die größte aller Bemühungen gegen Hitler.
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#4
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![]() Ausserdem dient es als Rechtfertigung, das es auch Menschen hier in Deutschland gab, die sich nicht mit den braunen Zielen identifizierten. Stauffenberg und Co. sind halt überall unsere "Vorzeigedeutschen". Auch gut als Alibideutsche zu verwenden. Reicht das fürs erste? ![]() |
#5
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Ich würde einfach mal sagen: Halt ein Datum. Natürlich gab es den Versuch, aber es wurde halt nichts. Ich würde vielleicht eher eine Bindung zu dem Tag haben, wenn der Anschlag geglückt wäre.
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I ELUCIDATE THE TRUTH OF A CASE FROM NOW ON! |
#6
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Ich würde wahrscheinlich eine Bindung zu diesem Datum haben, wenn die ganze Geschichte um diesen Anschlag nicht so undurchsichtig und merkwürdig unausgegoren wäre.
Ausserdem habe ich zu diesem Teil deutscher Vergangenheit eigentlich nur die Sorte Bindung, die gerade eben ausreicht, nicht in diesselbe Schiene zu rutschen. Ehrlich gesagt, geht mir die heutige Zeit ziemlich auf den Keks. Immer noch müssen Deutsche um ihren Ruf fürchten, Schadensersatzzahlungen leisten, politische Kraftakte und Animositäten hinnehmen, um jaa Sühne zu zeigen und jaa nicht irgendwelchen Verdacht aufkommen zu lassen. ![]() Als ob es Fremdenfeindlichkeit, nationalsozialistisches und faschistisches Gedankengut usw. eine Erfindung "Made in Germany" wäre. Zugegeben.. wir haben das wie so vieles mit der "guten alten deutschen Gründlichkeit" durchgezogen. Aber vielleicht sollte man langsam mal damit aufhören, für die Verbrechen vergangener Tage zu Büßen, die von Leuten begangen worden sind, die zu 98% garnicht mehr leben ![]() Ach, was reg ich mich eigentlich auf?
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Danke Junker: Zitat:
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#7
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@BadDadRS: Solang es noch Überlebende aus dieser Zeit gibt, sei es Opfer wie Täter, ist diese Zeit aktuell und sozusagen täglich präsent. Erst wenn alle Zeitzeugen tot sind, wird man endgültig einen Schlussstrich ziehen können. Und bis dahin sollte man sich schon noch gedulden, immerhin ist das Ganze geschichtlich gesehen noch nicht so lange her.
Zum 20. Juli selbst schließe ich mich weitgehend RedBasti an. Die Ziele in Ehren aber die Umsetzung war grauenhaft. Ein Pistolenattentat wurde abgepfiffen weil sie es nicht mit ihrer Offiziersehre vereinbaren konnten. Sowas finde ich dann schon ziemlich hinderlich. Aber sie waren natürlich in gewisser Weise auch Sklaven ihrer Erziehung/Ausbildung. Aber immerhin hatten sie auch den Mut mehr oder weniger konsequent das durchzuziehen was sie sich vornahmen. Was mich etwas stört, ist dass die Verschwörer später stilisiert und zu Alibideutschen wurden (wie Germane45 schon anmerkte). Also vielleicht für die Geschichte insofern wichtig als dass es zeigt, dass es Widerstand gegen Hitler gab (aus welchen Beweggründen auch immer).
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
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