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  #61  
Alt 16-05-2004, 16:00
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Ich sage euch, dass China frühestens in 50 Jahren ne Chance hat Weltamcht zu werden.

1. Sind die Sonderwirtschaftszoenen, die auch als "Spielwiesen" des Kapitalismus bezeichnet werden, noch nciht weit genug asugebreitet.

2. Ihr hört immer nur 12,9% Wirtschaftswachstum, aber ihr müsst überlegen das es ein unterschied ist wenn man zum 100 Betrieben 10 dazu baut oder zu 1000 Betrieben Hundert. die andere Länder haben einen riesigen Vorlauf

3. Arbeitsmoral, dieses "lebe um zu arbeiten" kommt von den Japanern, nicht von den Chinesen ... die Arbeiten nur weil sie ncihts haben 18 h am Tag!

4. Taktik China'S: haltet ihr es wirklich für möglich, dass ein Land das den gesamten Stahl-WEltmarkt leerkauft und so eine 600% - tige Preissteigerung bezweckt und trotzdem als einzigestes Land (!!!) weiter Stahl einkauft, Weltmacht werden kann?
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  #62  
Alt 16-05-2004, 20:20
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Das ist gut möglich... Aber ich meine Amerika wird nicht kleiner... die wachsen auch!
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  #63  
Alt 16-05-2004, 20:22
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  #64  
Alt 16-05-2004, 20:34
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*lol* Ja aber wir könne auch kaum die Weltmacht werden!
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  #65  
Alt 17-05-2004, 03:17
Sören Sören ist offline
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Ich bin mir sicher, dass China sich neben den USA und Europa sowohl wirtschaftlich als auch militärisch als Weltmacht etablieren werden. Und das nicht erst in 50 Jahren, sondern schon innerhalb der nächsten 20 Jahre. China wird aber m.E. nicht die neue Weltmacht, sondern eben nur eine.

Es ist doch gequirlter Schwachsinn, zu behaupten, wirtschaftlich könne China den westl. Industrienationen bald das Wasser reichen, militärisch aber nicht - habe ich hier mehrfach gelesen. Im Moment investieren die in China wie blöde in Infrastruktur und vorallem in Bildung - da kann mir doch keiner weis machen, dass das Militär ausgespart wird. Schon zwangsläufig werden die ihre Militärstrukturen umstellen, weil sich sowohl das politische System richtung Demokratie bewegen und gleichzeitig der Wohlstand steigen wird. Einem Armen kannst du Brot und Wasser geben und er wird bereitwillig an forderster Front kämpfen und fallen - wenn es den Leuten gut geht, funktioniert dies nicht mehr. Davon abgesehen haben sich die weltpolitischen Rahmenbedingungen geändert - heute ist Mobilität, Flexibilität und Geschwindigkeit gefragt. Auch China hat das erkannt und wenn sie es sich leisten können, werden sie um- und aufrüsten.

Und dass China nicht nur ein imposantes Wirtschaftswachstum hat, sondern schon einen recht hohen Standard erreicht hat, ist deutlich an der Entwicklung der modernen Städte dort zu sehen. Außerdem dürfte die wachsende Mittelschicht und ihre Kaufkraft (auch gemessen an westl. Standards) eine ziemlich eindeutige Sprache sprechen - immerhin steigt auch der Absatz an Luxusgütern beträchtlich an...

Zur politischen Situation, wie ich sie sehe: Natürlich kann ein so großes Land wie China den Weg vom Kommunismus zu einer Demokratie nicht in einem Rutsch vollbringen, wenn Blutvergießen verhindert werden soll. Aber die Politik in China ist äußerst weitsichtig und das Land ist nur noch auf dem Papier kommunistisch. Seit kurzem wird auch in der chinesischen Verfassung erstmals das recht auf privates Eigentum garantiert - davon abgesehen, dass es zumindest in den liberalen Ballungszentren schon lange praktiziert wurde. Auch haben immer mehr Chinesen Zugang zum Internet - wenngleich der z.T. noch zensiert wird - ein Grundelement der Demokratie. In meinen Augen macht China eine sehr vorausschauende Politik, die das Land in kürzester Zeit an die Weltspitze bringen wird - und gleichzeitig einen geordneten Übergang in demokratische Verhältnisse garantiert. Schon heute ist uns China auf vielen Gebieten viel voraus oder zumindest ebenbürtig - z.B. dem Bildungssektor, der Grundvoraussetzung für Wissenschaft und Wohlstand. Schon heute ist China kein reines Outsourcing-Land für Billigproduktion mehr - vielmehr ist es ein neuer Absatzmarkt, der von unseren Weltkonzernen nun systematisch erschlossen wird.

Zitat:
4. Taktik China'S: haltet ihr es wirklich für möglich, dass ein Land das den gesamten Stahl-WEltmarkt leerkauft und so eine 600% - tige Preissteigerung bezweckt und trotzdem als einzigestes Land (!!!) weiter Stahl einkauft, Weltmacht werden kann?
Ja glaube ich - nichts anderes war in Japan damals der Fall. Um das Land aufzubauen wird nunmal Stahl gebraucht - ist doch ein eindeutiges Indiz für einen schnellen Aufschwung, auf genau dem selben Weg hat es Japan auch an die Spitze der stärksten Industrienationen geschafft. Dass die Japaner militärisch nicht die Weltgeltung haben, dürfte ähnliche Ursachen wie in Deutschland haben - aber jetzt beginnen sie sich auch auf weltpolitischer Ebene einzumischen. Haben die nicht auch Soldaten im Irak? Vor ein paar Jahren noch undenkbar, genauso wie unsere Auslandseinsätze...

Zitat:
3. Arbeitsmoral, dieses "lebe um zu arbeiten" kommt von den Japanern, nicht von den Chinesen ... die Arbeiten nur weil sie ncihts haben 18 h am Tag!
War bei den Japanern auch nicht anders. Seit es den Jpanern gut geht, werden die auch merklich fauler - wenngleich sie natürlich immer noch ein Arbeitsvolk sind. Eine Entwicklung, die halt jedes Land auf seinem Weg zur Industrienation geht.

Zitat:
Überall wächst die Wirtschaft , nur unsere nich
Plattes Meckern, wie überall in Deutschland... wo soll bei uns noch was wachsen? Auch Wirtschaftswachstum ist ein natürlicher Wachstumsprozess - und der ist grundsätzlich beschränkt. Auch wenn unser Wirtschaftssystem im Moment noch auf der Annahme eines unbegrenzten Wachstums basiert - das Funktioniert nicht. Meines erachtens wird in den jetzigen Industrienationen in spätestens 20 Jahren das komplette System zusammenbrechen - wir sind also gefordert, ein neues Gesellschaftssystem zu etablieren. Das ist aber dann ein anderes Thema, dass wir hier IMHO gesondert auch noch mal in einem anderen Thread diskutieren sollten - sehr spannend.

Zitat:
*lol* Ja aber wir könne auch kaum die Weltmacht werden!
Natürlich können wir, nur bislang durften wir nicht - inzwischen befinden wir uns aber auf dem bestem Weg dahin. Nur sind wir nicht so töricht eine eigene Riesenarme aufzubauen, sondern setzen auf Europa. Und wenn wir keine Weltmacht werden können, dann soll mir mal jemand erklären, was die ganzen europäischen Innovationen im milit. Bereich sollen: Europäische Eingreiftruppe, Eurofighter etc.

Zitat:
Russland, die Wirtschaft dort wächst unwarscheinlich schnell.
In ein paar Jahren werden sie sich zurück melden.
Da bin ich mir tot sicher.
Bei Russland bin ich ehrlich gesagt nicht ganz so optimistisch wie bei China - zwar haben die auch ein enormes Wirtschaftswachstum, aber die Rahmenbedingungen sind dort m.E. etwas schlechter. Der Staat ist total pleite, wehlab es keine staatl. Investitionen gibt, die das Wachstum ankurbeln würden. Außerdem funktioniert das polit. System da nicht so recht: Stichpunkt Vetternwirtschaft und Korruption. Außerdem entwicklen die sich in Sachen Pressefreiheit etc. im Moment eher zurück, während die Entwicklung dahingehend in China in die richtige Richtung geht. Russland hat nämlich den Fehler gemacht, den China vermeiden möchte. Sie haben von einem Tag auf den anderen das politische System auf den Kopf gestellt.


Soweit mein Wort zum Sonntag zu diesem Thema - hatte gerade Lust dazu zu schreiben und vorallem wollte ich dieser Diskussion, die gerade in den letzten Beiträgen reichlich unkonstruktiv geworden ist, neuen Schwung geben. Ansonsten halte ich es zumindest hier im Politikforum - in etwas abgeänderter Form wie Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten", vielleicht passt hier besser, "Wenn man nichts zu sagen hat, ...".
Zu den anderen Themen gibt es meine Stellungnahme zu gegebener Zeit - vielleicht dann nicht ganz so ausführlich.
  #66  
Alt 17-05-2004, 20:01
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sauber, Sören. machste nen Thread zum Thema unbegrenztes Wachstum auf? Das ist echt interessant... ob China "Weltmacht" wird, ist mir ziemlich egal, ich lebe hier in D und wir gehen den Bach runter, weil alle auf das Wachstum warten, was langsam mal ausgereizt ist .... siehe Sören ^^
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Und noch was: Der Nächste, der hier rumflamet, kriegt von mir persönlich eine mit Kabeljau gefüllte Ananas in den Rektalbereich geschoben. Die Blätter zuerst. Und ich reib sie komplett mit Jod ein.
  #67  
Alt 17-05-2004, 21:14
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Bin ganz deiner Meinung , Sören
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  #68  
Alt 18-05-2004, 06:04
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  #69  
Alt 18-05-2004, 22:19
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Das zentrale Interesse Chinas wird strikt auf die Stabilität seiner unmittelbaren Umgebung und den fortschreitenden Ausgleich mit den größeren Mächten gerichtet bleiben. Eine Erweiterung ihrer außenpolitischen Aktivitäten wird China eher in Randbereichen - z.B. im Rahmen von VN- Friedensmissionen - vornehmen.

China hielt nach dem Führungswechsel keine Überraschungen für die Welt bereit, sondern hat eher verstärkt seinen innenpolitischen Imperativen gehorcht. Die Volksrepublik kann ihren Systemwechsel aus eigener Kraft nicht leisten. Sie bleibt daher auf fortschreitende Integration in das internationale System angewiesen und wird schrittweise auch dessen Spielregeln übernehmen. Hieraus erwachsen nicht zuletzt für Europa weitere politische und wirtschaftliche Chancen. Es wird daher auch im europäischen Interesse liegen, Chinas Weg konstruktiv zu begleiten.


Mal so nebenbei... Meint ihr das China wirklich Weltmacht werden will^^
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  #70  
Alt 25-05-2004, 18:45
Sören Sören ist offline
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@Fr0n7t4%!, ich glaube es ist völlig nebensächlich, ob sie Weltmacht werden wollen - wenn sie wirtschaftlich aufsteigen, werden sie es automatisch werden. Das ist zumindest meine Überzeugung. Und dass die Chinesen Weltmachtansprüche haben, ist davon abgesehen auch nicht von der Hand zu weisen: Im Altertum waren sie Weltmacht und geschichtlich betrachtet haben Sie sich schon immer als Weltmacht gefühlt - nur können sie diese Ansprüche im Moment nicht wirklich auf die Welt ausdehnen. In ihrer Region sind Sie aber schon alleine wegen ihrer Größe ein wesentlicher Machtfaktor - und vorallem reden sie bei weltpolitischen Themen zunehmend mit.

Ansonsten habe ich den Artikel, aus dem du hier zwei Absätze gpostet hast, mal ganz durchgelesen: http://www.ifdt.de/0301/Artikel/gareis.htm
Ich finde durchaus, dass daraus zweierlei hervorgeht: China will ein Gegengewicht zu den westl. Mächten werden - zumindest verstehe ich folgenden Satz so: "Das zentrale Interesse Chinas wird strikt auf die Stabilität seiner unmittelbaren Umgebung und den fortschreitenden Ausgleich mit den größeren Mächten gerichtet bleiben. Eine Erweiterung ihrer außenpolitischen Aktivitäten wird China eher in Randbereichen - z.B. im Rahmen von VN- Friedensmissionen - vornehmen."
Genau so wie ich oben beschrieben habe: Zunächst geht es um ihre unmittelbare Region, auch, weil sie nicht mehr leisten können. Danach kommt der Ausgleich mit den großen Mächten - heißt also nichts anderes, als dass sie sich neben den bestehenden großen Weltmächten etablieren möchten. Ansonsten wird China in der Außenpolitik aus zwei Gründen nicht unbedingt tätig: Sie können es sich noch nicht leisten und vielleicht glauben sie auch, dass wir keine Kriege, sondern vorallem Friedensmissionen brauchen. Der letzte Satz in dem Absatz da oben klingt zwar so, als hätten sie keine großen Weltmachtbestrebungen - aber wer, außer den USA (die sich mit ihrem Krieg gehörig Ärger eingehandelt haben - vielleicht ist China nicht so töricht) beschränkt seine außenpolitischen Aktivitäten nicht rein auf das Stellen von Kontingenten bei Friedenstruppen. Das wird in Zukunft auch die vordringliche Aufgabe der Armeen von Weltmächten sein - Friedensstiftung in Krisenregionen.

Zu deinem zweiten zitierten Absatz: "China hielt nach dem Führungswechsel keine Überraschungen für die Welt bereit, sondern hat eher verstärkt seinen innenpolitischen Imperativen gehorcht. Die Volksrepublik kann ihren Systemwechsel aus eigener Kraft nicht leisten. Sie bleibt daher auf fortschreitende Integration in das internationale System angewiesen und wird schrittweise auch dessen Spielregeln übernehmen. Hieraus erwachsen nicht zuletzt für Europa weitere politische und wirtschaftliche Chancen. Es wird daher auch im europäischen Interesse liegen, Chinas Weg konstruktiv zu begleiten."
Das mag stimmen - im Klartext und von hinten aufgerollt heißt das aber: Durch die Öffnung ihrer Wirtschaft, müssen sie sich zwangsläufig an die internationalen Spielregeln halten. Und gerade durch diesen daraus folgenden wirtschaftlichen Aufschwung wird der Wechsel kommen, weil die Machthaber nicht mehr nur ihren innenpolitischen Impertaiven gehorchen können. Kurzfristig also keine Überraschungen in der Hinsicht, langfristig wird sich aber ein schleichender Systemwechsel einstellen. Wenn der dann endgültig vollzogen ist, werden wir wohl eine neue Weltmacht begrüßen dürfen - vorher werden wir noch Politiker in China beobachten können, die zwar den Markt öffnen, sich aber zwanghaft an ihre Macht klammern und diese mit allen Mitteln verteidigen (Menschenrechtsverletzungen). Und dieser Machtwechsel wird schleichend kommen: schon jetzt gibt es zunehmend Proteste im eigenen Land haben, über die sogar schon in den staatlichen Medien berichtet wird. Wir helfen durch unsere Diplomatie noch nach, den Weg zu beschleunigen: "Die in China ohnehin prekäre Lage der Menschenrechte dürfte daher auch weiterhin sehr angespannt bleiben und sich nur schrittweise auf dem Wege stiller Diplomatie vor allem mit dem westlichen Ausland verbessern lassen." [Ebenfalls aus oben genannten Artikel]

Letztendlich tun die Chinesen damit nichts anderes, als wir und die USA auch. Sie integrieren sich ins internationale System und ebenen sich somit den Weg an die Weltspitze... das politische System mit ihren Machthabern wird als letztes hopps gehen.

Kurz: Der Wirtschaftsaufschwung, verbunden mit den innenpolitischen Spannungen wird langfristig den Weg zu einem demokratischen Staat ebnen, der ein hohes Weltmachtpotenzial hat.
  #71  
Alt 26-05-2004, 06:04
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@Fr0n7t4%!, ich glaube es ist völlig nebensächlich, ob sie Weltmacht werden wollen - wenn sie wirtschaftlich aufsteigen, werden sie es automatisch werden. Das ist zumindest meine Überzeugung. Und dass die Chinesen Weltmachtansprüche haben, ist davon abgesehen auch nicht von der Hand zu weisen: Im Altertum waren sie Weltmacht und geschichtlich betrachtet haben Sie sich schon immer als Weltmacht gefühlt - nur können sie diese Ansprüche im Moment nicht wirklich auf die Welt ausdehnen. In ihrer Region sind Sie aber schon alleine wegen ihrer Größe ein wesentlicher Machtfaktor - und vorallem reden sie bei weltpolitischen Themen zunehmend mit.

Ansonsten habe ich den Artikel, aus dem du hier zwei Absätze gpostet hast, mal ganz durchgelesen: http://www.ifdt.de/0301/Artikel/gareis.htm
Ich finde durchaus, dass daraus zweierlei hervorgeht: China will ein Gegengewicht zu den westl. Mächten werden - zumindest verstehe ich folgenden Satz so: "Das zentrale Interesse Chinas wird strikt auf die Stabilität seiner unmittelbaren Umgebung und den fortschreitenden Ausgleich mit den größeren Mächten gerichtet bleiben. Eine Erweiterung ihrer außenpolitischen Aktivitäten wird China eher in Randbereichen - z.B. im Rahmen von VN- Friedensmissionen - vornehmen."
Genau so wie ich oben beschrieben habe: Zunächst geht es um ihre unmittelbare Region, auch, weil sie nicht mehr leisten können. Danach kommt der Ausgleich mit den großen Mächten - heißt also nichts anderes, als dass sie sich neben den bestehenden großen Weltmächten etablieren möchten. Ansonsten wird China in der Außenpolitik aus zwei Gründen nicht unbedingt tätig: Sie können es sich noch nicht leisten und vielleicht glauben sie auch, dass wir keine Kriege, sondern vorallem Friedensmissionen brauchen. Der letzte Satz in dem Absatz da oben klingt zwar so, als hätten sie keine großen Weltmachtbestrebungen - aber wer, außer den USA (die sich mit ihrem Krieg gehörig Ärger eingehandelt haben - vielleicht ist China nicht so töricht) beschränkt seine außenpolitischen Aktivitäten nicht rein auf das Stellen von Kontingenten bei Friedenstruppen. Das wird in Zukunft auch die vordringliche Aufgabe der Armeen von Weltmächten sein - Friedensstiftung in Krisenregionen.

Zu deinem zweiten zitierten Absatz: "China hielt nach dem Führungswechsel keine Überraschungen für die Welt bereit, sondern hat eher verstärkt seinen innenpolitischen Imperativen gehorcht. Die Volksrepublik kann ihren Systemwechsel aus eigener Kraft nicht leisten. Sie bleibt daher auf fortschreitende Integration in das internationale System angewiesen und wird schrittweise auch dessen Spielregeln übernehmen. Hieraus erwachsen nicht zuletzt für Europa weitere politische und wirtschaftliche Chancen. Es wird daher auch im europäischen Interesse liegen, Chinas Weg konstruktiv zu begleiten."
Das mag stimmen - im Klartext und von hinten aufgerollt heißt das aber: Durch die Öffnung ihrer Wirtschaft, müssen sie sich zwangsläufig an die internationalen Spielregeln halten. Und gerade durch diesen daraus folgenden wirtschaftlichen Aufschwung wird der Wechsel kommen, weil die Machthaber nicht mehr nur ihren innenpolitischen Impertaiven gehorchen können. Kurzfristig also keine Überraschungen in der Hinsicht, langfristig wird sich aber ein schleichender Systemwechsel einstellen. Wenn der dann endgültig vollzogen ist, werden wir wohl eine neue Weltmacht begrüßen dürfen - vorher werden wir noch Politiker in China beobachten können, die zwar den Markt öffnen, sich aber zwanghaft an ihre Macht klammern und diese mit allen Mitteln verteidigen (Menschenrechtsverletzungen). Und dieser Machtwechsel wird schleichend kommen: schon jetzt gibt es zunehmend Proteste im eigenen Land haben, über die sogar schon in den staatlichen Medien berichtet wird. Wir helfen durch unsere Diplomatie noch nach, den Weg zu beschleunigen: "Die in China ohnehin prekäre Lage der Menschenrechte dürfte daher auch weiterhin sehr angespannt bleiben und sich nur schrittweise auf dem Wege stiller Diplomatie vor allem mit dem westlichen Ausland verbessern lassen." [Ebenfalls aus oben genannten Artikel]

Letztendlich tun die Chinesen damit nichts anderes, als wir und die USA auch. Sie integrieren sich ins internationale System und ebenen sich somit den Weg an die Weltspitze... das politische System mit ihren Machthabern wird als letztes hopps gehen.

Kurz: Der Wirtschaftsaufschwung, verbunden mit den innenpolitischen Spannungen wird langfristig den Weg zu einem demokratischen Staat ebnen, der ein hohes Weltmachtpotenzial hat.
Meine fresse, lern mal dich was kürzer zu fassen!! :asto:
Wer soll'n das alles lesen? :twink2:
  #72  
Alt 26-05-2004, 13:33
Sören Sören ist offline
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Wie wäre es damit, den letzten Satz meiner Ausführungen zu lesen, da steht das Wörtchen "Kurz" vor - du kannst also auch gerne nur meine These lesen, wenn dich meine Argumentation nicht interessiert. Ansonsten zwinge ich niemanden den Kram zu lesen - wer sich dafür interessiert, wird die entsprechende Zeit finden. Für alle anderen ist es ohnehin uninteressant. Zumindest sollte es für niemanden eine Zumutung sein, einen Text von rund 600 Worten zu lesen, der auch noch zu fast einem Drittel aus Zitaten besteht... so far

Ansonsten bestehen für mich Diskussionen - zumindest über politische Themen - darin, seine Meinung mit Argumenten zu untermauern und diese Argumentation sinnvoll aufzubauen, damit sie auch nachvollziehbar wird. Aber Lesen, Verstehen, Denken und Argumentieren sind ja leider unmodern geworden - PISA zeigt es, geradezu beschämend für unsere Generation. Stattdessen wird nur gemeckert - hast du in deinem Beitrag jetzt übrigens auch gemacht. Typisch für Deutschland - schade eigentlich. Wir waren mal das Volk der Dichter und Denker...
  #73  
Alt 26-05-2004, 14:44
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hast damit zu 100% recht... ich werde in der Schule auch immer als Schwaller hingestellt - ein anderer sagt ne These, völlig unbegründet, und bekommt recht, weils schön klingt...
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  #74  
Alt 26-05-2004, 17:38
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Zum Beispiel ich?! :twink2:
Und dein Beitrag war ja auch sehr sinnvoll, deshalb :sonicht:
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"Der schwarze Rapper B-Tight fungiert bei Aggro als der "Neger" und lässt in seinen Texten kein rassistisches Vorurteil bezüglich seiner Hautfarbe und Schwanzlänge aus." - taz

"[...] der Regisseur des Videos für „Neue Deutsche Welle“ hätte Fler am liebsten mit Skins durchs Bild marschieren lassen [...]" - Süddeutsche Zeitung

"Ob sich das beim Großstadt-Hiphop, der vorwiegend von elf- bis sechzehnjährigen Migrantenkindern, minderbegabten Restschülern und anderen Randgruppenjugendlichen in den Schulpausen, auf dem Schulweg oder auf den Spielplätzen in ihrem MP3-Playern ständig goutiert wird, recht viel anders verhält, wage ich zu bezweifeln." - Telepolis

"Nun war Intelligenz in der Rapmusik nie notwendig, um sich Gehör zu verschaffen." - Spiegel

Werde :ugly: und kämpfe für den Uglyismus. Den wir holen uns die
 

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