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Andere Beispiele wären Großbritannien oder (mit unwesentlichen Unterbrechungen) Frankreich. Was ist denn deiner Meinung nach diejenige Regierungsform, die der Demokratie mit historischer Notwendigkeit folgt? Diktatur des Proletariats? Gottesstaat? Zu dem andern Thema: Deutschland wird nie das Steuerniveau von Caymanland oder Luxemburg erreichen können, darum ist die richtige Methode auch nicht, Steuerflüchtlinge und -hinterzieher mit dem Zuckerbrote zu locken (Amnestie und Steuersenkungen), sondern man muss kräftig die Peitsche schwingen: Wer hier nicht Steuern zahlen will, der soll auch kein deutscher Staatsbürger mehr sein; will er hier Waren verkaufen, dann gehören die mit zünftigen Sonderzöllen belegt, ganz einfach. Schluss mit der Nachgiebigkeit! Mit dem Mehrwertsteuerplan hat die CDU doch schon wieder ihr wahres Gesicht gezeigt: Die einfachen Bürger schröpfen, um für die Kapitalisten die Ausbeutungsbedingungen zu verbessern, dazu kommt dann Zerschlagung der Gewerkschaften und Abschaffung von Kündigungsschutz und Mitbestimmung und im Nu haben wir wieder eine Konjunktur wie in der Gründerzeit - bloß, dass die sozialen Verhältnisse dann auch wieder so aussehen wie damals. PS: Ich bin natürlich auch für die sofortige Wiedereinführung des preußischen Dreiklassenwahlrechts für alle deutschen Parlamente: Endlich soll wieder die Stimme eines Alfred Krupp zwanzigmal soviel wert sein wie die eines seiner Arbeiter! Ach, eigentlich sollte man Menschen mit weniger als einer halben Million Jahreseinkommen gleich das Wahlrecht entziehen!
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Also sowelche Politiker sollte man ihr Amt abnehmen! Geändert von Raskolnikow (29-05-2005 um 13:09 Uhr). |
#2
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je mehr Regulation, Bürokratie, Gewerkschaften, Kündigungsschutz u.ä. je tiefer das Wirtschaftswachstum und je höher die Arbeitslosenzahl (Beispiel Italien, Deutschland - Gegenbeispiel USA, GB, CH)
Habe noch einen interessanten Text Text zu diesem Thema gefunden. Geändert von raptorsf (29-05-2005 um 14:07 Uhr). |
#3
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Dafür sind USA und GB ziemlich klare Klassengesellschaften, in denen die Wirtschaft wächst und sagenhaft Reiche in Schlössern wohnen, während am anderen Ende dieses Problem grassiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Working_Poor http://en.wikipedia.org/wiki/Working_poor
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Also sowelche Politiker sollte man ihr Amt abnehmen! |
#4
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Eine Zerschlagung der Gewerkschaften ist sicher auch nicht geplant, es sollen nur die einzelnen Betriebsräte gestärkt werden, in dem diese veralteten Flächentarifverträge nach und nach zu betrieblichen Lösungen umgewandelt werden. Außerdem soll der Kündigungsschutz lediglich gelockert werden um für mehr Beschäftigung zu sorgen. @raptorsf Guter Text, was heißt gut, eigentlich ein ziemlich trauriger Text, der aber viel Wahres enthält.
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#5
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Eine Demokratie ist oftmals stabiler als eine Diktatur. Allerdings muss der demokratische Staat auch von seinen Bürgern akzeptiert und gestützt werden. Wenn diese Vorraussetzung nicht vorhanden ist, wiederholt sich das Schicksal der Weimarer Republik. Damals waren es die rechten Beamten und Militärs, die die Demokratie nicht akzeptierten und der NSDAP den Weg geebnet haben.
Wenn aber der Wille zur Demokratie gegeben ist, kann sie langfristig ein Land stabilisieren. Die USA sind trotz der aktuellen Ereignisse ein gutes Beispiel! Größere innere Konflikte gibt es kaum, während in der Diktatur jährlich ein anderer General putscht. Zitat:
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Der Spiegel für die Anti-Demokraten
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-->Reviews von Gamern für Gamer bei Gamer-Oase.de<--
Oh, isn't there someone else you can annoy? Friends? Family? Poisonous reptiles? - Manfred in Ice Age |
#6
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Du siehst in ungleichen Rechten die Gefahr für die Demokratie, ich in der einseitigen Belastung bestimmter Gruppen, in deinem Fall der Besserverdienenden.
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#7
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die schlechterverdienenden werden doch auch belastet, nur am prozentsatz gemessen nicht ganz so hoch.
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#8
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![]() ![]() Kündigungsschutz macht es den Unternehmern schwer, Leuten zu kündigen, nicht Leute einzustellen.
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
Geändert von Psycho Joker (30-05-2005 um 00:20 Uhr). |
#9
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andernseits können die unternehmen mitarbeiter auch kurzfristig einstellen oder wenn sie nicht sicher sind ob sie den angestellten über monate oder gar jahre beschäftigen können.
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#10
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Dann weis man ja gar nicht mehr ob man morgen noch einen Job hat und wenn ja in welcher Firma und Branche. Und in manchen Firmen ist momentan jetzt schon der moderene Sklavenmarkt ausgebrochen, "machste das nicht kannste papiere abholen". Was ich von manchen leuten höre ist schauderhaft. Und dann wird es höchstens verstärkt. |
#11
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und in welcher branche oder firma man arbeitet ist ja wohl egal. |
#12
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PJ, hätte etwas mehr Weitblick von Dir erwartet. Natürlich klingt dieser Satz auf den ersten Blick unlogisch, wenn Du Dich nur etwas mit Volkswirtschaft beschäftigst wirst du jedoch sehen, dass es genau so ist!
Nicht irgendwelche Gesetze, Verordnungen oder gar Regierungen schaffen Arbeitsplätze sondern Unternehmen. Und Unternehmen schaffen Arbeitsplätze wenn die Rahmenbedingungen stimmen - und die stimmen z.B. wenn der Arbeitsmarkt dereguliert ist. Dies kann zwar im Einzelfall zu einer einfacheren und schnelleren Kündigung führen, aber es vereinfacht auch das neueinstellen von Leuten. Der Markt wird flexibler und somit wettbewerbsfähiger. Habe ja oben schon geschrieben, je reglementierter der Arbeitsmarkt ist je mehr Arbeitslose gibt es (siehe Italien, Frankreich, Deutschland...). Habe gestern bei Sabine Christiansen auch so eine Diskussion gesehen wo es genau um dieses Thema ging. Aber sorry, die Leute von der SPD (der Bürgermeister von Berlin war da ) und einer von den Grünen erzählen so einen Stuss! Verteufeln den Kapitalismus und kommen mit Beispielen wie von der Deutschen Bank - sowas ist vielleicht Publikumswirksam aber greifft überhaupt nicht. Wollt ihr zurück in die Planwirtschaft? Die Staatsquote ist glaub schon bei über 50 %, sowas hat doch nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun! Nach der Diskussion ist mir die deutsche FDP richtig sympathisch (das Parteiprogramm, nicht Westerwelle persönlich) und ich kann nicht verstehen, wieso die sowenig aktzeptiert ist in Deutschland. |
#13
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kannst du die aussagen von spd, grüne und der fdp kurz zusammenfassen?
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#14
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ich würde es so zusammenfassen (aber vorsicht, das ist meine persönliche Meinung, ich bin Ausländer und kenne die Parteiprogramme und die genauen Hintergründe nicht):
SPD: Die ganzen Probleme haben die Vorgänger (Kohl etc.) verursacht. Die Reformen wurden schon eingeleitet aber die CDU/CSU hat die nötigen Reformen jeweils im Bundesrat blockiert. Grüne: Wir brauchen mehr Staat, mehr Kontrolle, stärkere Gewerkschaften und höhere Besteuerungen der Reichen (und Firmen) FDP: totaler Liberalismus, der Staat soll sich zurückhalten und die Unternehmen (und privat Personen) sollen von der Steuerlast befreit werden CDU/CSU: wollen den Haushalt in Ordnung bringen und erwägen eine (im Gegensatz zur FDP) eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Und dann war noch der Enkel von Adenauer da, der war sehr vernünftig. Hat kein Parteiprogramm aufgestellt und hat anstatt Schuldzuweisungen mögliche Wege aufgezeigt. Das war eigentlich der positivste Mann in der Runde ![]() |
#15
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