#1
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![]() Ich will Eure Lieblings-Gedichte lesen!
Jede/r darf nur ein Lieblings-Gedicht hier posten, also denkt gut darüber nach. Das Gedicht darf auch von Euch selbst sein. Nehmt das Gedicht, daß Euch genau jetzt am besten gefällt. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gerne etwas Persönliches dazu schreiben. Hier ist meines. Schlaf und Tod "Süß und wonnesam ist der Schlaf. - In der strengen Schule des Lebens, wo gleich unverständigen Kindern wir die krausen, verworrenen Rätsel mühsam zusammenbuchstabieren aber nimmer den Sinn erforschen, wo der Schmerz mit ehernem Griffel Runen auf unsere Stirnen schreibt, dünkt der Schlaf die Erholungsstunde mir, die süße, köstliche Pause, da die verschlossene Türe aufspringt und statt dumpfigen Bücherstaubes Sonnenstrahlen und Luft wir atmen ... süß und wonnesam ist der Schlaf. - Schlaf ist Vergessen, ist die Befreiung von all den lastenden, quälenden Sorgen um des Daseins traurige Narrheit, um der Zukunft lichtloses Dunkel, um das eine, selige Glück, das gleich silbernen Wasserwogen meines Lebens dornige Wüste noch mit blühenden Blumen schmückte, und nun haltlos wie Regentropfen mir in der zitternden Hand zerrinnt. - Süß und wonnesam ist der Schlaf, aber eines noch däucht mich süßer: nicht das Vergessen nur, - das Vergehen! Nicht das Ausruhen, - nein, die Ruhe! Sei willkommen mir, goldene Stunde, die den Schüler gereisten Sinnes aus der drückenden Mauern Enge über die Schwelle hinaus in lichte sonnendurchstrahlte Weiten führt - - Sei gesegnet, du Götterbote, der auf rauschenden Adlerschwingen meine Seele aus Nacht und Dunkel aufwärts trägt zu den fernen Höhn, wo aus goldenem Schacht des Glückes nie versiegende Quellen sprudeln! - Dreimal süßer ist Schlaf, denn Wachen, aber das Süßeste ist der Tod." Dieses Gedicht ist mir stets ein Trost... Wenn's mir dreckig geht, ist es wie eine Hoffnung, wenn's mir gut geht, wie ein Hafen, zu dem ich immer wieder zurück kann, falls es mir doch mal wieder schlecht gehen sollte... ähm... Naja, ist etwas schwer zu beschreiben, was ich dazu empfinde. ![]()
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#2
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Versprochen Dir an Deinem letzten Tag,
versprochen vor allen am offenen Grab, gelebt mein Leben, was auch kommen mag. Gedacht Dir alltäglich seit du von uns fort, gedacht Deiner Stimme jedem zärtlichen Wort, jeden Tag in meiner Sehnsucht geschmort. Vermissend Dein Lachen im Sonnenschein, vermissend Dein Trösten wenn ich allein, wie kann auf Dauer Ich ohne Dich sein? Zurückgeblieben eine leere Hülle nur, zurückgeblieben in kranker Tortur, von Freude am Leben nicht die geringste Spur. Jahrzehnte mit leerem Blick verbracht, jahrzehnte an nurmehr eines gedacht, ist mein Tod nun etwas das mich Freuen macht. (Unbekannt; im Todeskampf der früh verstorbenen Frau gewidmet)
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Danke Junker: Zitat:
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#3
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Oh, das ist so schön traurig, daß man beinahe wieder froh werden könnte...
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#4
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WISSE DIES, OH MANN DES GLAUBENS!
I - Da ist keine Göttin außer der Göttin, und sie ist Deine Göttin. Da ist keine Erisische Bewegung außer der Erisischen Bewegung, und das ist die Erisische Bewegung. Und jeder goldene Apfelkorpus ist das geliebte Heim eines goldenen Wurmes. II - Ein Discordier sollte immer das offizielle discordische Dokumentennumerierungssystem verwenden. III - Ein Discordier ist während seiner anfänglichen Erleuchtungen verpflichtet, an Freitagen allein hinauszugehen und ein Hot Dog zu genießen. Diese Zeremonie der Verehrung wird durchgeführt, um gegen den populären Paganismus dieser Tage, die katholihsce Christenheit (kein Fleisch an Freitagen), das Judentum (kein Fleisch vom Schwein), den Hinduismus (kein Fleisch vom Rind), den Buddhismus (kein Fleisch) und den Discordianismus zu protestieren. IV - Ein Discordier soll keine Hot Dogs zu sich nehmen, weil das der Trost unserer Göttin war, als sie mit der ursprünglichen Zurückweisung konfrontiert wurde. V - Einem Discordier ist es verboten, zu glauben, was er liest. SO IST ES GESCHRIEBEN! SO SEI ES! HAIL DISCORDIA! ANKLÄGER WERDEN ÜBERGANGEN. |
#5
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Mein Lieblingsgedicht steht in "Educating Rita" naja kenne kein besseres hihi
O Rose thou art sick! The invisible worm That flies in the night, In the howling storm, Has found out thy bed Of crimson joy: And his dark secret love Does thy life destroy.
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#6
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John Maynard von Theodor Fontane:
"Wer ist John Maynard?" "John Maynard war unser Steuermann, Aushielt er, bis er das Ufer gewann, Er hat uns gerettet, er trägt die Kron, Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn. John Maynard." Die "Schwalbe" fliegt über den Eriesee, Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee; Von Detroit fliegt sie nach Buffalo - Die Herzen aber sind frei und froh, Und die Passagiere mit Kindern und Fraun Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun. Und plaudernd an John Maynard heran Tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?" Der schaut nach vorn und schaut in die Rund: "Noch dreissig Minuten... Halbe Stund." Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei - Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie ein Schrei, "Feuer!" war es, was da klang, Ein Qualm aus Kajüt und Luke drang, Ein Qualm, dann Flammen lichterloh, Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo. Und die Passagiere, buntgemengt, Am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt, Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht, Am Steuer aber lagert sich's dicht, Und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?" Und noch fünfzehn Minuten nach Buffalo. - Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht, Der Kapitän nach dem Steuer späht, Er sieht nicht mehr seinen Steuermann, Aber durchs Sprachrohr fragt er an: "Noch da, John Maynard?" "Ja, Herr. Ich bin." "Auf den Strand! In die Brandung!" "Ich halte drauf hin." Und das Schiffsvolk jubelt: "Halt aus! Hallo!" Und noch zehn Minuten bis Buffalo. -- "Noch da, John Maynard!" Und die Antwort schallt's Mit ersterbender Stimme: "Ja, Herr, ich halt's!" Und in die Brandung, was Klippe, was Stein, Jagt er die "Schwalbe" mitten hinein. Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so. Rettung: der Strand von Buffalo! - Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt. Gerettet alle. Nur einer fehlt! - Alle Glocken gehn; ihre Töne schwelln Himmelan aus Kirchen und Kapelln, Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt, Ein Dienst nur, den sie heute hat: Zehntausend folgen oder mehr, Und kein Aug im Zuge, das tränenleer. Sie lassen den Sarg in Blumen hinab, Mit Blumen schliessen sie das Grab, Und mit goldner Schrift in den Marmorstein Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein: "Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand Hielt er das Steuer fest in der Hand, Er hat uns gerettet, er trägt die Kron, Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn. John Maynard." Dies ist mein Lieblingsgedicht, weil ichs fast noch immer auswendig kann..."Wer ist John Maynard?"
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#7
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Also mit Gohans Gebrauchsanweisung für Discordier konnte ich nicht so viel anfangen
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#8
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Also meines ist etwas länger, aber ich denke, es ist auch ein eher bekannteres.
Der Rabe von Edgar Allen Poe. Einst um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich müde über manchem alten Folio lang vergess'ner Lehr - da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen, gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her. "'s ist Besuch wohl", murrt ich, "was da pocht so knöchern zu mir her - das allein - nichts weiter mehr. Ah, ich kann's genau bestimmen: im Dezember war's, dem grimmen, und der Kohlen matt Verglimmen schuf ein Geisterlicht so leer. Brünstig wüscht ich mir den Morgen; - hatt' umsonst versucht zu borgen von den Bücher Trost dem Sorgen, ob Lenor' wohl selig wär' - ob Lenor', die ich verloren, bei den Engeln selig wär' - bei den Engeln - hier nicht mehr. Und das seidig triste Drängen in den purpurnen Behängen füllt', durchwühlt' mich mit Beengen, wie ich's nie gefühlt vorher; also daß ich den wie tollen Herzschlag mußt' wiederholen: "'s ist Besuch nur, der ohn' Grollen mahnt, das Einlaß er begehr' - nur ein später Gast, der friedlich mahnt, daß Einlaß er begehr'; - ja nur das - nichts weiter mehr." Augenblicklich schwand mein Bangen, und so sprach ich unbefangen: "Gleich, mein Herr - gleich, meine Dame - um Vergebung bitt' ich sehr; just ein Nickerchen ich machte, und Ihr Klopfen klang so sachte, daß ich kaum davon erwachte, sachte von der Türe her - doch nun tretet ein!" - und damit riß weit auf die Tür ich - leer! Dunkel dort - nichts weiter mehr. Tief ins Dunkel späht' ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange, Träume träumend, wie kein sterblich Hirn sie träumte je vorher; doch die Stille gab kein Zeichen; nur ein Wort ließ hin sie streichen durch die Nacht, das mich erbleichen ließ: das Wort "Lenor'?" so schwer - selber spach ich's, und ein Echo murmelte's zurück so schwer: nur "Lenor'!" - nichts weiter mehr. Da ich nun zurück mich wandte und mein Herz wie Feuer brannte, hört' ich abermals ein Pochen, etwas lauter denn vorher. "Ah, gewiß", so sprach ich bitter, "liegt's an meinem Fenstergitter; Schaden tat ihm das Gewitter jüngst - ja, so ich's mir erklär'; - schweig denn still, mein Herze, laß mich nachsehn, daß ich's mir erklär!: - 's ist der Wind - nichts weiter mehr!" Auf warf ich das Fenstergatter, als herein mit viel Geflatter schritt ein stattlich stolzer Rabe wie aus Sagenzeiten her; Grüßen lag ihm nicht im Sinne; keinen Blick lang hielt er inne; mit hochherschaftlicher Miene flog empor zur Türe er - setzt' sich auf die Pallas-Büste überm Türgesims dort - er flog und saß - nichts weiter mehr. Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein Bangen rasch genesen, ließ mich lächelnd ob der Miene, die es macht' so ernst und hehr; "Ward dir auch kein Kamm zur Gabe", sprach ich, "so doch stolz Gehabe, grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer aus nächtger Sphär' - sag, welch hohen Namen gab man dir in Plutos nächtger Sphär'?" Sprach der Rabe, "Nimmermehr." Staunen hört' dies rauhe Klingen ich dem Schnabel sich entringen, ob die Antwort schon nich eben sinnvoll und bedeutungsschwer; den wir dürfen wohl gestehen, daß es keinem noch geschehen, solch ein Tier bei sich zu sehen, das vom Türgesimse her - das von einer Marmor-Büste überm Türgesimse her sprach, es heiße "Nimmermehr." Doch der droben einsam ragte und dies eine Wort nur sagte, gleich als schütte seine Seele aus in diesem Worte er, keine Silbe sonst entriß sich seinem düstren Innern, bis ich seufzte: "Mancher Freund verließ mich füher schon ohn' Wiederkehr - morgen wird er mich verlassen, wie mein Glück - ohn' Wiederkehr." Doch da sprach er, "Nimmermehr!" Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend, sagt' ich, "Fraglos ist dies alles, was das Tier gelernt bisher: 's war bei einem Herrn in Pflege, den so tief des Schicksals Schläge trafen, daß all seine Wege schloß dies eine Wort so schwer - daß all seiner Hoffnung Lieder als Refrain beschloß so schwer dies "Nimmer - nimmermehr." Doch was Trübes ich auch dachte, dieses Tier mich lächeln machte, immer noch, und also rollt' ich stracks mir einen Sessel her und ließ die Gedanken fliehen, reihte wilde Theorien, Phantasie an Pfantasien: wie's wohl zu verstehen wär' - wie dies grimme, ominöse Wesen zu verstehen wär', wenn es krächzte "Nimmermehr." Dieses zu erraten, saß ich wortlos vor dem Tier, doch fraß sich mir sein Blick ins tiefste Innre nun, als ob er Feuer wär'; brütend über Ungewissem legt' ich, hin und her gerissen, meine Kopf aufs samtne Kissen, das ihr Haupt einst drückte hehr - auf das violette Kissen, das ihr Haupt eins drückte hehr, doch nun, ach! drückt nimmermehr! Da auf einmal füllten Düfte, dünkt' mich weihrauchgleich die Lüfte, und seraphner Schritte Klingen drang vom Estrich zu mir her. "Ärmster", rief ich, "sieh, Gott sendet seine Engel dir und spendet Nepenthes, worinnen endet nun Lenor's Gedächtnis schwer; - trink das freundliche Vergessen, das bald tilgt, was in dir schwer!" Sprach der Rabe, "Nimmermehr." "Ach, du prophezeist ohn' Zweifel, Höllenbrut! Ob Tier, ob Teufel - ob dich der Versucher sandte, ob ein Sturm diech ließ hierher, trostlos doch ganz ohne Bangen, in dies öde Land gelangen, in dies Haus, von Graun umfangen, - sag's mir ehrlich, bitt' ich sehr - gibt es - gibt's in Gilead Balsam? - sag's mir - sag mir, bitt' dich sehr!" Sprach der Rabe, "Nimmermehr." "Ah! dann nimm den letzten Zweifel, Höllenbrut - ob Tier, ob Teufel! Bei dem Himmel, der hoch über uns sich wölbt - bei Gottes Ehr' - künd mir: wird es denn geschehen, daß ich einst in Edens Höhen darf ein Mädchen wiedersehen, selig in der Engel Heer - darf Lenor', die ich verloren, sehen in der Engel Heer?" Sprach der Rabe, "Nimmermehr." "Sei denn dies dein Abschiedszeichen", schrie ich, "Unhold ohnegleichen! Hebe dich hinweg und kehre stracks zurück in Plutos Sphär'! Keiner einz'gen Feder Schwärze bliebe hier, dem finstern Scherze Zeugnis! Laß mit meinem Schmerze mich allein! - hinweg dich scher! Friß nicht länger mir am Leben! Pack dich! Fort! Hinweg dich schwer!" Sprach der Rabe, "Nimmermehr." Und der Rabe rührt' sich nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer auf der bleichen Pallas-Büste überm Türgesims wie vorher; und in seinen Augenhöhlen eines Dämons Träume schwelen, und das Licht wirft seinen scheelen Schatten auf den Estrich schwer; und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Estrich dumpf und schwer meine Seele - nimmermehr
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#9
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Und weil's so schön war, nochmal im englischen Orginal.
The Raven by Edgar Allen Poe Once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary, Over many a quaint and curious volume of forgotten lore - While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping, As of some one gently rapping, rapping at my chamber door. "'T is some visitor," I muttered, "tapping at my chamber door - Only this and nothing more." Ah, distinctly I remember it was in the bleak December; And each separate dying ember wrought its ghost upon the floor. Eagerly I wished the morrow; - vainly I had sought to borrow From my books surcease of sorrow - sorrow for the lost Lenore - For the rare and radiant maiden whom the angels name Lenore Nameless here for evermore. And the silken, sad, uncertain rustling of each purple curtain Thrilled me - filled me with fantastic terrors never felt before; So that now, to still the beating of my heart, I stood repeating, "'T is some visitor entreating entrance at my chamber door - Some late visitor entreating entrance at my chamber door; - This it is and nothing more Presently my soul grew stronger; hesitating then no longer, "Sir," said I, "or Madam, truly your forgiveness I implore; But the fact is I was napping, and so gently you came rapping, And so faintly you came tapping, tapping at my chamber door, That I scarce was sure I heard you" - here I opened wide the door; - Darkness there and nothing more. Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing, Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before; But the silence was unbroken, and the stillness gave no token, And the only word there spoken was the whispered word, "Lenore?" This I whispered, and an echo murmured back the word, "Lenore!" Merely this and nothing more. Back into the chamber turning, all my soul within me burning, Soon again I heard a tapping somewhat louder than before. "Surely," said I, "surely that is something at my window lattice; Let me see, then, what thereat is, and this mystery explore - Let my heart be still a moment and this mystery explore; - 'T is the wind and nothing more!" Open here I flung the shutter, when, with many a flirt and flutter, In there stepped a stately Raven of the saintly days of yore; Not the least obeisance made he; not a minute stopped or stayed he; But, with mien of bird or lady, perched above my chamber door - Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door - Perched, and sat, and nothing more. Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling, By the grave and stern decorum of the countenance it wore, "Though thy crest be shorn and shaven, thou," I said, "art sure no craven, Ghastly grim and ancient Raven wandering from tile Nightly shore - Tell me what thy lordly name is on the Night's Plutonian shore!" Quoth the Raven, "Nevermore." Much I marvelled this ungainly fowl to hear discourse so plainly, Though its answer little meaning - little relevancy bore; For we cannot help agreeing that no living human being Ever yet was blessed with seeing bird above his chamber door - Bird or beast upon the sculptured bust above his chamber door, With such name as "Nevermore." But the Raven, sitting lonely on the placid bust, spoke only That one word, as if his soul in that one word he did outpour. Nothing farther then he uttered - not a feather then he fluttered - Till I scarcely more than muttered, "Other friends have flown before - On the morrow he will leave me, as my Hopes have flown before." Then the bird said, "Nevermore." Startled at the stillness broken by reply so aptly spoken, "Doubtless," said I, "what it utters is its only stock and store Caught from some unhappy master whom unmerciful Disaster Followed fast and followed faster till his songs one burden bore - Till the dirges of his Hope that melancholy burden bore Of 'Never - nevermore'." But the Raven still beguiling my sad fancy into smiling, Straight I wheeled a cushioned seat in front of bird and bust and door; Then, upon the velvet sinking, I betook myself to linking Fancy unto fancy, thinking what this ominous bird of yore - What this grim, ungainly, ghastly, gaunt, and ominous bird of yore Meant in croaking "Nevermore." This I sat engaged in guessing, but no syllable expressing To the fowl whose fiery eyes now burned into my bosom's core; This and more I sat divining, with my head at ease reclining On the cushion's velvet lining that the lamp-light gloated o'er, But whose velvet-violet lining with the lamp-light gloating o'er, She shall press, ah, nevermore! Then, methought, the air grew denser, perfumed from an unseen censer Swung by Seraphim whose foot-falls tinkled on the tufted floor. ,,Wretch," I cried, ,,thy God hatli lent thee - by these angels he hath sent thee Respite - respite and nepenthe from thy memories of Lenore; Quaff, oh, quaff this kind nepenthe and forget this lost Lenore!" Quoth the Raven, "Nevermore." "Prophet!" said I, "thing of evil! - prophet still, if bird or devil! - Whether Tempter sent, or whether tempest tossed thee here ashore, Desolate yet all undaunted, on this desert land enchanted - On this home by Horror haunted - tell me truly, I implore - Is there - is there balm in Gilead? - tell me - tell me, I implore!" Quoth the Raven, "Nevermore." "Prophet!" said I, "thing of evil! - prophet still, if bird or devil! By that Heaven that bends above us - by that God we both adore - Tell this soul with sorrow laden if; within the distant Aidenn, lt shall clasp a sainted maiden whom the angels name Lenore - Clasp a rare and radiant maiden whom the angels name Lenore." Quoth the Raven, "Nevermore." "Be that word our sign of parting, bird or fiend!" I shrieked, upstarting - "Get thee back into the tempest and the Night's Plutonian shore! Leave no Black plume as a token of that he thy soul hath spoken! Leave my loneliness unbroken! - quit the bust above my door! Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door!" Quoth the Raven, "Nevermore." And the Raven, never flitting, still is sitting, still is sitting On the pallid bust of Pallas just above my chamber door; And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming, And the lamp-light o'er him streaming throws his shadow on the floor; And my soul from out that shadow that lies floating on the floor Shall be lifted - nevermore!
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#10
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Franz Werfel: Fünf Uhr nachmittags Traurigkeit
Der Regen vor dem Fenster hängt. Die Luft ist ganz vom Tod durchtränkt. Ich selber bin vom Tod durchtränkt Und alles, was mein Denken denkt. Der Regen an die Scheiben stürzt. Die Dämmerung ist leidgewürzt. Ein Gramm in ihr wie Salz gelöst, Wird meinem Atem eingeflößt. Ich lausche meinem Herzenswehr. Wann kommt die letzte Welle her? Wieviele Tage bleib ich noch? Wieviele Worte schreib ich noch? Wir oft noch küßt mein armer Mund? Gott weiß die Zahl. Die Zahl ist kund. Die Dämmerung qualmt wie Kohlenschwall. Fünf Uhr, fünf Uhr wird überall. Der Atemraum ist ganz durchtränkt Von Dingen, die kein Denken denkt.
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"No chord of music has yet been found to even equal that sweet sound which to my mind all else surpasses an auto engine and its puffing gasses." You can`t cheat death |
#11
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Kein Gedicht, aber immer schön zum lesen und abschalten.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, Sie prahlt nicht und ist nicht überheblich, Liebe ist weder verletzend, noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem Stand Die Liebe hört niemals auf. aus 1. Korinther 13
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All is relative ... ![]() |
#12
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das was ich hier vortrag ist kein gedicht.. es ist aus einem lied text.. also seht mir eventuelle rechtschreib fehler nach
![]() I am the harm that you inflict I am your brilliance and frustration I'm the nuclear bombs if they're to hit I am your immaturity and your indignance I am your misfits and your praises I am your doubt and your conviction I am your charity and your rape I am your grasping and expectation I see you averting your glances I see you cheering on the war I see you ignoring your children And I love you still And I love you still I am your joy and your regret I am your fury and your elation I am your yearning and your sweat I am your faithless and your religion I see you altering history I see you abusing the land I see you and your selective amnesia And I love you still And I love you still I am your tragedy and your fortune I am your crisis and delight I am your profits and your prophets I am your art I am your bytes I am your death and your decisions I am your passion and your plights I am your sickness and convalescence I am your weapons and your light I see you holding your grudges I see you gunning them down I see you silencing your sisters And I love you still And I love you still I see you lie to your country I see you forcing them out I see you blaming each other And I love you still And I love you still das lied finde ich zZ am besten...
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What you leave behind is not what is engraved in stone monuments, but what is woven into the lives of others ![]() I'm an alpha male on beta blockers! ![]() ![]() Zitat:
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#13
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Oh, ich liebe den Raben
![]() ![]() ![]() Hab den Raben gerade auch Deutsch gelesen. Mein Gott, was für eine gewuirlte Scheisse, der englische ist millionenfach besser.
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I ELUCIDATE THE TRUTH OF A CASE FROM NOW ON! Geändert von Der_Mosch (03-07-2002 um 17:34 Uhr). |
#14
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Hallo Susiebond ich möchte auch gerne, es ist so eine art Hobby von mir Gedichte zu schreiben ich mache es eigentlich oft also ich werde euch eins über die Liebe schreiben und hoffen das es euch gefällt.
...Eines meiner Lieblingsgedichte ![]() Wenn es draussen dunkel wird und ich meine Augen schliesse, dann kann ich Dich sehen. Wenn die Sehnsucht fast unerträglich ist, dann kann ich Dich sogar spüren. Ich kann Dich küssen, Dich streicheln, Dich verwöhnen... Manchmal kann ich Dich sogar hören, kann sehen, wie Du geniesst, unter meinen Händen zerfliesst. Dann schliesst Du Deine Augen, legst den Kopf nach hinten, Dein Atem geht schneller... Dann riechst Du ganz besonders gut, hast Deinen eigenen Duft den ich sooo liebe. Dann bebt Dein Körper, Du gibst Dich mir völlig hin, geniesst in vollen Zügen. Dann wünsche ich mir, meine Augen nie mehr aufmachen zu müssen, und doch holt mich der Wecker immer wieder zurück. Aber es bleibt immer die Hoffnung und die Freude auf unser Wiedersehen. Diese Träume erleichtern mir die Zeit bis ich Dich wieder in meine Arme schliessen kann. Zum Glück kann ich träumen.... Naja susi dann bin ich mal auf deine Bewertung gespannt ![]()
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![]() Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. Geändert von BhvGhost (03-07-2002 um 21:20 Uhr). |
#15
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Wo gerade der Tod Thema der Gedichte ist:
Denkt euch ich habe den Tod gesehen, es ging ihm gar nicht gut. Seine Hände waren so milchig weiß, so gar nicht wie Fleisch und Blut. Und auf seinem dürren Hals saß gar ein Kopf, der ganz aus Knochen war- ganz aus Knochen, denkt, da hab ich ihm fünf Mark geschenkt. ![]() |
#16
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Zitat:
![]() Mein Lieblings-Vierzeiler ist aus Faust I: In bunten Bildern wenig Klarheit, Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit, So wird der beste Trank gebraut, Der alle Welt erquickt und auferbaut.
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#17
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Poe ist so rabenschwarz wie seine Gedichte
![]() Das Gedicht von Werfel hat mir gut gefallen, sehr treffende Beobachtung des 5-Uhr-nachmittags-Phänomens... Naja, es geht hier ja nicht nur um den Tod... allerdings muß ich schon zugeben, da eine Tendenz gehabt zu haben, als ich den thread eröffnete. Dennoch, Liebesgedichte lockern das Ganze etwas auf ![]() ![]() Den Liedtext fand ich auch kewl, von wem ist denn das? *song hören will* Und Franz, von Dir habe ich nichts anderes erwartet ![]() ![]()
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#18
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Schreibt man hier Gedichte??
OK dieses Gedicht wurde bei mir mit sehr gut bewertet und das ist kein Witz: ? ICH RASE OHNE Verstand DURCH`S LAND. DIE GITARRE IN DER HAND, UM DIE GITARRE EIN BAND, SETZE MICH IN DEN SAND, AM STRAND, UND SPIEL EIN LIED. PS:Von mir gibts jetzt jeden Tag eins meiner berühmten Gedichte!! |
#19
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Das Gedicht ist in der Tat nicht ganz uncool, Death
![]() Aber Du wirst hier nicht jeden Tag ein neues Gedicht posten, da jede/r hier nur ein Gedicht/Text abliefern darf ![]()
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Sprachkürze gibt Denkweite Jean Paul Komm spiel mit mir: http://www.tetrisfriends.com/ |
#20
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So nun schmeiß ich hier auch nochmal was rein. Das hab ich zwar schon mal gepostet, aber das ist es wert:
Friedrich Nietzsche Vereinsamt Die Krähen schrein Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: Bald wird es schnein. - Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat! Nun stehst du starr, Schaust rückwärts, ach! wie lange schon! Was bist Du Narr Vor Winters in die Welt entflohn? Die Welt - ein Tor Zu tausend Wüsten stumm und kalt! Wer das verlor, Was du verlorst, macht nirgends halt. Nun stehst du bleich, Zur Winter-Wanderschaft verflucht, Dem Rauche gleich, Der stets nach kältern Himmeln sucht. Flieg, Vogel, schnarr Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! - Versteck, du Narr, Dein blutend Herz in Eis und Hohn! Die Krähen schrein Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: Bald wird es schnein. - Weh dem, der keine Heimat hat.
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Also sowelche Politiker sollte man ihr Amt abnehmen! |
#21
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Absichtlicher Doppelpost.
Und weils so schön ist, gleich noch ein kleines Liedchen: Come gather 'round people Wherever you roam And admit that the waters Around you have grown And accept it that soon You'll be drenched to the bone. If your time to you Is worth savin' Then you better start swimmin' Or you'll sink like a stone For the times they are a-changin'. Come writers and critics Who prophesize with your pen And keep your eyes wide The chance won't come again And don't speak too soon For the wheel's still in spin And there's no tellin' who That it's namin'. For the loser now Will be later to win For the times they are a-changin'. Come senators, congressmen Please heed the call Don't stand in the doorway Don't block up the hall For he that gets hurt Will be he who has stalled There's a battle outside And it is ragin'. It'll soon shake your windows And rattle your walls For the times they are a-changin'. Come mothers and fathers Throughout the land And don't criticize What you can't understand Your sons and your daughters Are beyond your command Your old road is Rapidly agin'. Please get out of the new one If you can't lend your hand For the times they are a-changin'. The line it is drawn The curse it is cast The slow one now Will later be fast As the present now Will later be past The order is Rapidly fadin'. And the first one now Will later be last For the times they are a-changin'.
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Also sowelche Politiker sollte man ihr Amt abnehmen! |
#22
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Zitat:
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#23
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Ah, steigen wir jetzt um auf Liedertexte? Ok, ich bin flexibel.
Make his fight on the hill in the early day Constant chill deep inside Shouting gun, on they run through the endless grey On the fight, for they are right, yes, by who's to say? For a hill men would kill, why? They do not know Suffered wounds test there their pride Men of five, still alive through the raging glow Gone insane from the pain that they surely know For whom the bell tolls Time marches on For whom the bell tolls Take a look to the sky just before you die It is the last time you will Blackened roar massive roar fills the crumbling sky Shattered goal fills his soul with a ruthless cry Stranger now, are his eyes, to this mystery He hears the silence so loud Crack of dawn, all is gone except the will to be Now the will see what will be, blinded eyes to see For whom the bell tolls Time marches on For whom the bell tolls
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
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#24
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Seelenschmerz
Es fällt ein schwarzer Schleier auf meine zarte Seele. Ein Schmerz durch zieht mein kleinen Köper. Das nichts nimmt platz in meinem schwachen Herzen! Der Schmerz ist stark, mein Herz kann den starken Schmerz nicht halten. Es fängt bitterlich an zu Weinen. Welch selsammes Gefühl, in meinem kleinen Körper. Der Schmerz über schwämmt meinen kleinen Körper nach und nach. Such sich platz meinen zarten Tränen, doch ohne Linderung. Ich fühle den Schmerz noch stärker werden. Möchte rennen, doch kann ich nicht. Auch bei dir mein Schatz, kann ich keine zuflucht finden. Du kannst meine Tränen nicht lindern. Du würdest es nicht verstehen. Mein schwaches Herz zerbricht, am Schmerz der auf ihm lastet. Ich fühle den Schmerz im mir. Doch nichts was Linderung verschafft, so bedeckt der schmerz meine zarte Seele nach und nach!!
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![]() Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. |
#25
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Zitat:
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Offizieller Groupie der "Schnitzelfresser" |
#26
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Fruehling
Florent ommnes arbores, dulche canunt volucres; revirescunt frutices, congaudete, iuvenes! Meror abit squalidus, Amor adit calidus! superat velocius, qui non amat ocius. Virgo tu pulcherrima, cum non sisacerrima, verba das asperrima, sicut sis deterrima. "Quid tu captes, iuvenis? queris, que non iuvenis." Sed Amor durus est, ferus est, fortis est. qui nos vincit iuvenes, vincat et invenculas ultra modum rigidas! "Video dictis hes, quid ti vis, quid ti sis, quod amare bene scis; et amari valeo, et iam intus ardeo." Viribus infirmior ab amore ferior, vulnera experior; si non sanas, morior. "Mecum queris ludere - nulli me coniungere, cum Phenice complice vitam volo ducere." (carmina burana, 13. Jahrhundert) Mein zweiter Fovorit ist: (um beim Thema zu bleiben ![]() Ein Rabe Ein Rabe geht im Feld spazieren, PLÖZLICH faellt der Weizen um! (helge schneider, 20. Jahrhundert)
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()==(::::::::::::::::::> dam0kles |
#27
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Holla, schwere Geschütze werden hier aufgefahren! Zwar muß ich den ein oder anderen (freundlichst) 'verwarnen', da ja jede/r eigentlich nur einen Gedicht/Text-Beitrag leisten soll... Der Lesespaß leidet aber nicht darunter, im Gegenteil! (Auch, wenn sich grad die Wörterbücher bei mir stapeln
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Sprachkürze gibt Denkweite Jean Paul Komm spiel mit mir: http://www.tetrisfriends.com/ |
#28
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über diese Gedicht bin ich gerade "gestolpert" ... mir gefällt es
![]() Zitat:
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#29
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An all die Eltern da draußen (ich hoffe ihr seid nciht so!):
Die Herren Eltern von Kurt Tucholsky (den ich übrigends absolut genial finde) Ist ein Schullehrer Pazifist und sagt, wie es in Wahrheit im Kriege ist -: dass Generale Kriegsinteressenten sind, ganz gleich, wer verliert; ganz gleich, wer gewinnt... dann – sollte man meinen – freun sich die Eltern für ihr Kind? Jawoll! Dann erhebt sich ein ungeheures Elterngeschrei: „Raus mit dem Kerl! Das ist Giftmischerei! Unser Junge soll lernen, wie schön die Kriege sind! Wir warten schon drauf, wann wieder ein neuer beginnt – und dazu liefern wir gratis und franko 1 Kind! Jawoll„ Die Elternbegeisterung ist ganz enorm. Die Mütter: aus Liebe zur Uniform. Die Väter, die Lieferanten für den Schützengraben, denken: warum sollen denn diese Knaben es besser als unsereiner haben? Nicht wahr? Die Fabrikation eines Kindes ist nicht sehr teuer. Aber erhöh mal ein bisschen die Umsatzsteuer -: Dann kreischen die Herren Eltern, dass der Ziegel vom Dache fällt. Man trennt sich leicht vom Kind. Aber schwer vom Geld. Bekommt das Kind einen Bauchschuss? Das macht ihnen keine Schmerzen. Doch ihr Geld – das lieben die Herren Eltern von Herzen. Jawoll! Mitleid mit den Opfern, die da fallen für Petroleum, für Fahnen, für Gold -? Die Herren Eltern haben es so gewollt.
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
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#30
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Boh PJ ist ja voll krass das Gedicht... ich denke mal so werden viele Eltern wohl in Iran/Irak/ Afghanistan denken
![]() Sternchen -Z +J
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Es weht der Wind ein Blatt vom Baume,
von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von uns´rem Leben. Darum wird dieses eine Blatt allein uns immer wieder fehlen. |